Nachfolgeregelung: Besser zu früh als zu spät

Florian Koschat - Dealmaker

Familienunternehmen sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Sie produzieren rund 58 Prozent aller betrieblichen Umsätze. Aktuellen Umfragen zufolge will die Hälfte von ihnen den Betrieb bis zum Jahr 2019 an die nächste Generation weitergeben. Allerdings haben bislang nur etwa 22 Prozent einen soliden Plan für die Nachfolgeregelung. Deshalb widmen wir uns einmal mehr diesem wichtigen Thema und beantworten die folgenden Fragen:

1. Warum findet nur die Hälfte aller Familienunternehmen einen Nachfolger?
2. Welche Nachfolgelösungen stehen Ihnen zur Verfügung?
3. Wann ist der beste Zeitpunkt, mit der Nachfolgeplanung zu beginnen?
4. Wie wird Ihr Unternehmen fit für die Nachfolge?
5. Wie finden Sie einen geeigneten Nachfolger?

5 Antworten auf den Punkt gebracht

Warum findet nur die Hälfte aller Familienunternehmen einen Nachfolger?

Das Problem bei vielen Familienunternehmen ist, dass die Inhaber viel zu spät beginnen, sich über die Nachfolge Gedanken zu machen. Bei den meisten österreichischen Firmen ist die Nachfolgeregelung gleichbedeutend mit der Ruhestandsplanung. Die Unternehmer fühlen sich ihrem Betrieb jedoch verbunden und können sich auch jenseits der 60 einen Ausstieg noch nicht vorstellen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Schließlich gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass die Leistungsfähigkeit im Alter nicht unbedingt nachlassen muss. Wenn der Geschäftsführer jedoch plötzlich krankheitsbedingt ausfällt oder gar verstirbt, kommt es ohne einen kompetenten Nachfolger zur Unternehmenskrise.

Vielen Familienbetrieben mangelt es an Zukunftsfähigkeit

Familienfirmen sind oft von einer patriarchalischen Führungsstruktur gekennzeichnet. Der anfängliche Erfolg ist eine Bestätigung für den Gründer. Das macht ihn in den späteren Jahren automatisch weniger empfänglich für neue Ideen. So halten die Betriebe lange an Altbekanntem fest und verpassen den Anschluss an neue Marktentwicklungen. Ein Blick auf Unternehmen, die einen Nachfolger suchen, zeigt: Kaum eines ist innovativ, und viele schrumpfen schon seit Jahren. Das sind keine guten Voraussetzungen, einen Kaufinteressenten zu finden.

Welche Nachfolgelösungen stehen Ihnen zur Verfügung?

Geschäftsführer von Familienunternehmen wünschen sich meist, dass der Betrieb auch nach ihrem Ausstieg in Familienhand bleibt. Aber nicht immer ist Vererben die beste Lösung. Die Erbschaft kann zu Familienzwistigkeiten führen, wenn es beispielsweise mehrere potenzielle Kandidaten für die Nachfolge gibt. Oder den Kindern fehlt das unternehmerische Geschick, was für die Zukunft der Firma fatal ist. In unserem Blogbeitrag „Vererben oder verkaufen?“ haben wir Ihnen bereits die Vor- und Nachteile beider Strategien erläutert.

Es gibt mehrere Verkaufsstrategien, die sich lohnen können

In mehr als der Hälfte der Fälle haben die Geschäftsinhaber ohnehin keine Wahl, denn immer mehr Kinder verfolgen lieber eigene Karriereziele als jahrelang im Schatten der Eltern zu stehen. Wenn ein Verkauf die einzige Möglichkeit ist – wer soll das Unternehmen dann erwerben? Hier gibt es mehrere Alternativen:

• Übernahme durch einen unternehmensinternen Manager (Management-Buy-out)
• Übernahme durch einen externen Manager (Managament-Buy-in)
• Verkauf an einen strategischen Investor (z. B. ein konkurrierendes Unternehmen)
• Verkauf an einen Finanzinvestor

Wann ist der beste Zeitpunkt, mit der Nachfolgeplanung zu beginnen?

Es ist ratsam, die Nachfolge von langer Hand vorzubereiten. Die Übergabe eines Unternehmens ist eine komplexe Angelegenheit, und die Marktbedingungen unterliegen ständigen Veränderungen. Wer einen soliden Plan hat, kann den Ausstiegszeitpunkt und damit auch den Verkaufspreis optimieren. Die Vorbereitung der Nachfolge muss dabei nicht automatisch im Ruhestand enden. Bei einem Teilausstieg verkauft der Geschäftsführer sein Unternehmen ganz oder teilweise, ohne gleich die Verantwortung abzugeben. Das hat den Vorteil, dass der Unternehmer seine finanziellen Rücklagen für den Ruhestand diversifizieren und sich so gegen negative Marktentwicklungen absichern kann.

Langfristige Planung erhöht die Erfolgsaussichten

Ein Unternehmen ist nicht nur eine Produktionsstätte, sondern auch ein soziales Gebilde. Ein potenzieller Käufer interessiert sich vor allem für bestehende Kundenkontakte. Aber auch Lieferantenbeziehungen sowie das Arbeitsklima, die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter sind essenziell für den zukünftigen Erfolg. Zwischenmenschliche Beziehungen baut man nicht über Nacht auf. Deshalb wissen es viele Käufer zu schätzen, wenn der alte Geschäftsführer noch eine Weile an Bord bleibt, während sich der Nachfolger einarbeitet. Vor allem aber bietet eine langfristige Planung die Möglichkeit, sich frühzeitig auf Stärken zu fokussieren und Schwächen abzubauen. So wirkt das Unternehmen bei der Suche eines Nachfolgers attraktiver.

Wie wird Ihr Unternehmen fit für die Nachfolge?

Wie vieles bei der Unternehmensführung beginnt die Nachfolgeregelung mit einem Plan. Der Geschäftsführer sollte sich zuerst überlegen, wie er sich den Ausstieg vorstellt. Dazu gehört auch, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Leben nach dem Ausstieg aussehen soll. Schließlich bestimmt das, wie viele finanzielle Rücklagen benötigt werden. Ausgehend von diesem Ziel können konkrete Maßnahmen in Gang gesetzt werden, um das Unternehmen auf die Nachfolge vorzubereiten. Je länger dabei der Zeithorizont, desto besser. Vielleicht wollen Sie Fuß in einem neuen Markt fassen oder ein unprofitables Geschäftsfeld abstoßen. Der Erfolg solcher Veränderungen ist oft erst nach mehreren Jahren sichtbar.

Die Vorbereitung für die Nachfolge hat viele Dimensionen

Neben der Anpassung der Unternehmensstrategie müssen selbstverständlich auch die formalen Voraussetzungen für die Nachfolge geschaffen werden. Bei inhabergeführten Firmen vermischen sich die private und die betriebliche Sphäre häufig. Sobald Sie beginnen, den Ausstieg aktiv vorzubereiten, sollten Sie hier klare Grenzen ziehen. Besonders langwierig gestaltet sich dies, wenn Wohnsitz und Betriebsgelände eine Einheit bilden. Weitere Faktoren, die Sie bei der Vorbereitung berücksichtigen müssen, sind:

• Sind alle Verträge (Gesellschaftsverträge, Lieferantenverträge, Arbeitsverträge, etc.) rechtwirksam, und was gibt es hier bei der Nachfolge zu beachten?
• Sind Patente und Lizenzen ordnungsgemäß angemeldet?
• Ist die Finanzierung solide und gibt es langfristige Finanzierungszusagen?

Wie finden Sie einen geeigneten Nachfolger?

Die Wirtschaftskammern Österreich (WKO) haben erkannt, wie brisant das Thema Nachfolge für die österreichische Wirtschaft ist, und haben eine Nachfolgebörse eingerichtet. Hier können Unternehmer ihren Betrieb ausschreiben und Käufer nach interessanten Übernahmekandidaten suchen. Allerdings ist der Verkauf einer Firma nicht mit der normalen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens vergleichbar. Viele Firmeninhaber verkaufen nur einmal im Leben ein Unternehmen. Es fehlt ihnen entsprechend an der Erfahrung, einen fairen Unternehmenswert zu ermitteln, von den rechtlichen und steuerlichen Auswirkungen einer solchen Transaktion ganz zu schweigen.

Ein M&A-Berater unterstützt Sie während des gesamten Prozesses

M&A-Berater verfügen über ein weitreichendes Netzwerk, das bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger unentbehrlich ist. Darüber hinaus haben sie auch Kontakte zu Finanzinvestoren, die bei der Finanzierung eines Unternehmenskaufs helfen. Es lohnt sich aber, einen M&A-Berater schon vor der aktiven Suche nach einem Nachfolger einzuschalten. Die Experten für Unternehmenskäufe kennen die Marktlage und können Ihnen dabei behilflich sein, Ihr Unternehmen für einen Verkauf richtig vorzubereiten und dadurch den Kaufpreis zu maximieren.

Wenn auch Sie in den nächsten Jahren einen Nachfolger für Ihr Unternehmen suchen, stehen Ihnen unsere Spezialisten gerne mit Rat und Tat zur Seite. Rufen Sie uns an unter: +43 (1) 33636668


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Fünf Tipps für eine erfolgreiche Teamleitung

In einem gut funktionierenden Team ist das Ganze mehr als die Summe der Einzelteile. Im Unternehmeralltag ist Teamarbeit jedoch häufig auch eine Quelle für Konflikte und Ineffizienzen. Hier erfahren Sie, was Sie als Manager beachten sollten, um die klassischen Fallen der Teamarbeit zu umgehen, und wie Sie Ihre Mitarbeiter dazu bringen, an einem Strang zu ziehen.
1. Gemeinsame Ziele

Ein Team ist keine Gruppe von Einzelkämpfern, die alle nach ihren eigenen Zielen streben. Wenn Mitarbeiter nur individuelle Zielvorgaben erhalten und nach diesen bewertet werden, wird sich kaum jemand bereitfinden, mit anderen Kollegen zusammenzuarbeiten – besonders wenn der Wettbewerb unter den einzelnen Arbeitnehmern hoch ist. Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Teamarbeit ist deshalb ein gemeinsames Ziel.

2. Offene Kommunikation

Eine offene und ehrliche Kommunikation schafft Vertrauen. Nichts untergräbt das Verhältnis zum Teamleiter mehr, als wenn die Mitarbeiter Neuigkeiten über bevorstehende Veränderungen über den „Buschfunk“ erfahren, statt vom Vorgesetzten. Auch innerhalb des Teams sollte niemand Angst haben, seine Meinung zu äußern. Die große Stärke der Teamarbeit liegt schließlich in der Vielfalt der Perspektiven. Eine positive Kommunikationskultur fördert einerseits neue Ideen und reduziert andererseits das Risiko von Fehlentscheidungen.

3. Klare Aufgabenverteilung

Das Wort „Team“ wird manchmal auch hämisch als Abkürzung für „Toll, ein anderer macht’s“ bezeichnet. Um zu verhindern, dass sich einzelne Mitarbeiter auf Kosten anderer ausruhen, ist es notwendig, dass die Aufgaben klar verteilt sind. Jeder muss verstehen, wie seine Arbeit zum Erfolg des gesamten Teams beiträgt. Gleichzeitig sollten Sie aber auch alle Mitarbeiter dazu anhalten, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, um die Zusammenarbeit möglichst reibungslos zu gestalten.

4. Aktives Konfliktmanagement

Wo Menschen zusammenkommen, entstehen auch immer wieder Konflikte. Hier ist es die Aufgabe des Managers zu moderieren und einen Ausgleich zu finden, der für alle Beteiligten zufriedenstellend ist. Oft resultieren Konflikte aus Missverständnissen. Deshalb sollten Sie die Kontrahenten im ersten Schritt an einen Tisch bringen.
Lassen Sie sie abwechselnd ihre Sichtweise berichten, ohne selbst Partei zu ergreifen. Achten Sie darauf, dass beide Seiten gleich viel Redezeit erhalten und dass der Umgangston respektvoll bleibt. Fassen Sie bei längeren Gesprächen zwischendurch das Gesagte zusammen. Ziel ist es, die konkrete Ursache für den Konflikt zu finden. Ermuntern Sie anschließend beide Parteien, Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Je mehr die Mitarbeiter selbst an der Konfliktlösung beteiligt sind, desto besser werden sie zukünftig zusammenarbeiten.

5. Konstruktives Feedback

Jeder Mitarbeiter braucht Feedback, um sich weiterzuentwickeln – das gilt sowohl bei guten als auch bei schlechten Ergebnissen. Ist die Performance eines Mitarbeiters nicht so, wie Sie es sich vorstellen, ist besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Verschieben Sie negatives Feedback nicht, sondern sprechen Sie schlechte Arbeitsergebnisse zeitnah an. Wichtig ist, dass Sie dabei sachlich bleiben und dem Mitarbeiter Gelegenheit geben, seine Sicht der Dinge zu schildern. Überlegen Sie anschließend gemeinsam, wie sich die Arbeitsergebnisse in Zukunft verbessern lassen. Vielleicht benötigt der Mitarbeiter eine Schulung, oder Prozesse müssen überdacht werden, um einen besseren Arbeitsfluss zu erreichen.


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Resilienz – in sieben Schritten zu größerer Widerstandsfähigkeit

Fehlschläge gehören zum Geschäft wie die Geburt zum Leben. Man könnte sie sogar als Meilensteine des Fortschritts bezeichnen. Thomas Edison hat im Wettbewerb um die Entwicklung einer verbrauchertauglichen Glühlampe angeblich Tausende von Prototypen entwickelt, bis er endlich das richtige Material für die Glühfäden fand. Er hat sich von den Misserfolgen nicht demotivieren lassen, sondern hat aus ihnen gelernt und das erworbene Wissen für neue Experimente eingesetzt. Diese Fähigkeit, Rückschläge einzustecken, wieder aufzustehen und weiterzumachen, nennt man Resilienz.

Kein Leben verläuft ohne Missgeschicke und schwierige Situationen. Sowohl beruflich als auch privat gibt es immer wieder neue Hürden zu überwinden und Rückschläge zu bewältigen. Wie erfolgreich jeder Einzelne damit umgeht, hängt in großem Maße von der eigenen inneren Einstellung ab. Resiliente Menschen stehen Veränderungen positiv gegenüber und versuchen, Probleme als Herausforderungen anzusehen, die sie nach einem oder mehreren Anläufen meistern können, frei nach dem Motto: „Was uns nicht umbringt, macht uns stärker.“
Manche Menschen sind von Natur aus resilient oder haben diese Eigenschaft schon in jungen Jahren erworben. Aber Resilienz lässt sich auch erlernen. Mit diesen Tipps verbessern Sie Ihre Widerstandsfähigkeit und gehen zukünftig positiver mit Fehlschlägen um:

1.Schlafen Sie ausreichend

Schlaf ist der wichtigste Schritt zu einem effektiven Stressabbau. Im Schlaf regenerieren sich Kopf und Körper. Wer ausgeruht ist, ist Herausforderungen besser gewachsen. Viele Ideen und Problemlösungen entstehen über Nacht, wenn das Gehirn im Entspannungsmodus läuft. Oft ist Stress die Ursache für Schlaflosigkeit. Probieren Sie Entspannungstechniken wie Meditation oder autogenes Training.

2.Ernähren Sie sich gesund und treiben Sie Sport

Achten Sie auf Ihre Gesundheit. Körperliche Beschwerden rauben Ihnen Energie, die Sie eigentlich zur Bewältigung Ihrer Herausforderungen brauchen. Sport ist außerdem eine gute Möglichkeit, sich zu entspannen und unterstützt einen guten Schlaf.

3.Analysieren Sie Stresssituationen

Wann immer Sie negative Gedanken verspüren, schreiben Sie auf, was dazu geführt hat. Manchmal hilft schon das Aufschreiben allein, um sich Ärger buchstäblich von der Seele zu schreiben. Wenn Sie über einige Wochen ein Stresstagebuch führen, werden Sie womöglich wiederkehrende Muster erkennen. So können Sie Stressauslöser identifizieren und versuchen, sie auszuschalten.

4.Setzen Sie negative Erfahrungen in die richtige Perspektive

Die eigenen Probleme erscheinen einem immer größer als die der anderen. Genauso ärgert man sich über Fehler und Kritik oft mehr als man sich über Erfolge freut. Wenn Sie aufgeschrieben haben, was Sie ärgert oder mutlos macht, dann treten Sie innerlich einen Schritt zurück und betrachten das große Ganze. Solange Sie Ihr Ziel vor Augen haben und alles grundsätzlich in die richtige Richtung läuft, sollten Sie keine Energie darauf verschwenden, sich über Nichtigkeiten zu ärgern.

5.Lernen Sie, positiv zu denken

Negative Gedanken und Gefühle entstehen oft aus Ängsten. Das Stresstagebuch hilft Ihnen, diesen auf den Grund zu gehen. Überlegen Sie, ob diese Ängste aus rationaler Sicht überhaupt gerechtfertigt sind. Und wenn Sie das Gefühl haben, dass sie es sind, überlegen Sie, ob es Maßnahmen gibt, wie beispielsweise Schulungen, die Ihnen helfen könnten, sich selbstsicherer zu fühlen.

6.Setzen Sie sich realistische Ziele

Ein altes Sprichwort sagt: „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.“ Natürlich, wer Großes erreichen will, muss sich hohe Ziele stecken. Aber brechen Sie sie anschließend auf kleine Schritte herunter. So erfahren Sie auf Ihrem Weg immer wieder Erfolgserlebnisse, die Sie motivieren.

7.Bauen Sie nachhaltige Beziehungen auf

Studien zeigen, wer seine Beziehungen – im Privatleben, aber auch mit Kollegen und Geschäftspartnern – pflegt, ist in der Regel weniger stressanfällig. Ein starkes Netzwerk bietet Ihnen Unterstützung in schwierigen Situationen. Außerdem fördert der persönliche Erfahrungsaustausch die Selbstreflexion und eröffnet neue Perspektiven, die man selbst vielleicht noch gar nicht wahrgenommen hat.


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Ausgefallene Geschäftsideen, die 2015 Aufsehen erregten

Wer gründen will, braucht eine Geschäftsidee. Und je ausgefallener diese ist, desto mehr Aufmerksamkeit ist ihr gewiss – zumindest wenn die Marketingstrategie zum großen Teil auf Social Media aufbaut und die Finanzierungsstrategie auf Crowdfunding. Hier stellen wir Ihnen fünf ausgefallene Geschäftsideen vor, die im letzten Jahr Furore gemacht haben.
1. Fernsteuerung für selbst gebastelte Papierflugzeuge

PowerUp heißt der neueste Hit unter Liebhabern ferngesteuerter Flugzeuge. Dabei handelt es sich um ein Papierflugzeug zum Selberbasteln, das über eine Smartphone-App ferngesteuert werden kann. In der nächsten Projektphase soll das Flugzeug auch mit einer Kamera ausgestattet werden, deren Daten direkt auf eine Virtual-Reality-Brille übertragen werden – selbstverständlich in 3-D. Für diese Idee konnten die Erfinder auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter über eine Million US-Dollar einsammeln.

2. Zwergschweinchen als Haustiere

Eigentlich waren die Zwergschweinchen als Versuchstiere für die Untersuchung menschlicher Magenbakterien gedacht. Doch dann machte das chinesische Gentechnikunternehmen BGI daraus eine Geschäftsidee. In China kann man das ausgefallene Haustier für umgerechnet etwa 1.600 Euro kaufen. Und weil es sich beim Anbieter um ein Gentechnikunternehmen handelt, gibt es sogar Farbe und Fellmusterung nach Wunsch. Die Zwergschweinchen werden etwa so groß wie mittelgroße Hunde und bringen bis zu fünfzehn Kilogramm auf die Waage. Alarmierten Tierschützern versichert BGI, dass die Tiere bislang keine Gesundheitsprobleme aufweisen, und dass die Schöpfung vergleichbar wäre mit der Züchtung kleiner Hunderassen. Ob das Zwergschweinchen den Schoßhündchen den Rang ablaufen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

3. Ein Café, in dem man sich wie zu Hause fühlt

Im Gastronomiebereich muss man sich schon etwas einfallen lassen, um aus Laufkundschaft Stammgäste zu machen. In einem Restaurant in Tokio übernehmen hübsche junge Frauen im Bikini die Rolle der Ehefrau und lesen den männlichen Gästen jeden Wunsch von den Augen ab. Sexuelle Dienstleistungen gehören allerdings nicht dazu. Ähnliche Gastronomiekonzepte gibt es unter dem Namen Maid Café auch anderswo. Frauen, die sich einen solch devoten Kellner wünschen, gehen hingegen ins Butler Café.

4. Fitnesshalsband für Vierbeiner

Verantwortungsbewusste Haustierbesitzer achten nicht nur auf ihre eigene Fitness, sondern auch auf die Fitness ihres vierbeinigen Begleiters. Mit dem Fitnesshalsband der Firma Canhegat und einer dazugehörigen App kann der Tierfreund überwachen, wie viel sein Liebling frisst und sich bewegt.

5. Frischluft aus den Rocky Mountains

In vom Smog geplagten chinesischen Städten hat frische Luft einen ganz besonders hohen Stellenwert. So verwundert es nicht, dass sich die ursprünglich als Scherzartikel gedachte Frischluft in Dosenform des kanadischen Start-ups Vitality Air dort zum Verkaufsschlager entwickelte. Eine 8-Liter-Dose, die für etwa 150 Atemzüge reicht, kostet rund 20 Euro. Die erste Lieferung von 500 Dosen war innerhalb von vier Tagen ausverkauft.


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Die wichtigsten Technologien der Zukunft

Technologie zählt heute zu den wichtigsten Wachstumsfaktoren. Sie hilft uns, effizienter zu produzieren und erleichtert unseren betrieblichen und privaten Alltag. Wer im Wettbewerb die Nase vorn behalten will, muss wissen, welche Innovationen zukunftsweisend sind und wie sie sich auf die eigenen Produkte und Prozesse auswirken. IBM hat in einer Studie über 4.000 Manager aus 70 Ländern gefragt, welche Technologien in den nächsten drei bis fünf Jahren die größte Rolle spielen werden. Wir haben die acht wichtigsten für Sie zusammengestellt.
1. Cloud-Anwendungen

Egal, ob Sie oder Ihre Mitarbeiter zwischen Büro und Homeoffice pendeln, oft auf Dienstreisen sind, oder ob mehrere Kollegen an verschiedenen Standorten weltweit rund um die Uhr an einem Projekt arbeiten. Über eine Datenwolke sind Informationen und Anwendungen von überall und von unterschiedlichen Endgeräten abrufbar.

2. Mobile Lösungen

Das Internet ist mobil geworden. Immer mehr Menschen wollen das Web auch unterwegs über Tablets und Smartphones benutzen. Clevere Apps geben unterwegs Auskunft über Zugfahrzeiten, helfen bei der Suche nach Restaurants oder der Taxibestellung. Einkaufsmöglichkeiten über Smartphones stellen für den Handel eine neue Herausforderung dar, bieten aber auch viele Chancen. E-Commerce war gestern. Die Zukunft heißt M-Commerce.

3. Das Internet der Dinge

Haushaltsgeräte mit Stromzählern, die die günstigsten Verbrauchszeiten nutzen, Thermostate, die sich mit dem Smartphone aus der Entfernung regulieren lassen – der Trend geht zur zunehmenden Vernetzung. Das betrifft nicht nur den privaten Alltag. Auch Produktionsprozesse werden durch das Internet der Dinge „intelligenter“.

4. Lernfähige Computersysteme

Im Januar 2016 sorgte Google für viel Aufmerksamkeit in den Medien, nachdem eine von dem Unternehmen entwickelte Software in der Lage war, Menschen beim chinesischen Brettspiel Go zu besiegen. Seit Jahren entwickeln Wissenschaftler an Universitäten und in IT-Unternehmen lernfähige Computersysteme. Der „intelligente“ Roboter ist nicht mehr nur ein Traum von Science-Fiction-Fans.

5. 3-D-Druck

Ein 3-D-Drucker ermöglicht eine computergesteuerte Herstellung dreidimensionaler Gegenstände aus verschiedenen Werkstoffen. Die Technologie wird zurzeit insbesondere für die Herstellung von Prototypen und zur Designoptimierung eingesetzt. Da 3-D-Drucker immer erschwinglicher werden, wird sich Ihr Einsatzgebiet in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter vergrößern.

6. Alternative Energiequellen

Auch wenn der Ölpreis sinkt – alternative Formen der Energiegewinnung bleiben ein aktuelles Thema. Als alternativ bezeichnet man all jene Formen der Energiegewinnung, die nicht auf den Verbrauch von Rohstoffen basieren. Stattdessen wird die Kraft der Natur genutzt. Die wichtigsten alternativen Energiequellen sind derzeit: Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme.

7. Biotechnologie und Bioengineering

Während sich Biotechnologie mit der Umsetzung biologischer Kenntnisse in technischen Verfahren beschäftigt, fokussiert sich Bioengineering auf die Anwendung von Prinzipien der Ingenieur- und Naturwissenschaften auf Gewebe, Zellen und Moleküle. Diese Verknüpfung verschiedener Disziplinen führt sowohl in der Technik als auch in der Medizin zu Innovationen.

8. Mensch-Maschine-Hybriden

Nicht nur Geräte vernetzen sich untereinander, auch Mensch und Maschine verschmelzen immer mehr. Das beginnt mit einzelnen technischen Implantaten, wie Herzschrittmachern oder künstlichen Gelenken, und geht bis zu Cyborg-Suits oder Roboteranzügen, die Menschen mit körperlichen Behinderungen, wie beispielsweise einer Querschnittslähmung, helfen. Und auch der Miniaturcomputer am Kopf ist mit der Google Glass, einer Brille mit integriertem Computer, längst Realität geworden.


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Wer sind die neuen Stars der Weltwirtschaft?

Das Jahr 2015 war kein besonders gutes Jahr für international tätige Unternehmen und Investoren. Korruption und sinkende Öleinnahmen haben die brasilianische Wirtschaft erschüttert. Der wieder aufkeimende Kalte Krieg mit den westlichen Mächten hat Russland isoliert. Und in China bewegen sich die Aktienkurse seit dem Sommer nach unten. Die Aussichten in den einst so hoch gelobten BRIC-Staaten sind wahrlich nicht inspirierend. Zeit für viele Unternehmen, ihre Auslandsstrategie zu überdenken. Aber wer sind die nächsten Stars der Weltwirtschaft?
Die „Nächsten 11“ holen auf

Jim O’Neill, ehemaliger Chefvolkswirt von Goldman Sachs, ist bekannt für seinen guten Riecher und die Fähigkeit, seinen Strategien eingängige Namen zu verleihen. Er war es, der den Begriff BRIC, ein Akronym für Brasilien, Russland, Indien und China, erfand und den rasanten Aufstieg der Länder prognostizierte. Er prägte aber auch noch einen zweiten Begriff: N11, die „Nächsten 11“. Diesen Ländern bescheinigte O’Neill vor knapp zehn Jahren das Potenzial, den Rückstand zu den Industrienationen bis 2050 aufzuholen. Dazu gehören:

• Ägypten
• Bangladesch
• Indonesien
• Iran
• Mexiko
• Nigeria • Pakistan
• Philippinen
• Südkorea
• Türkei
• Vietnam

Mexiko und Südkorea sind Spitzenreiter der N11

Allerdings sollte man die N11 nicht alle über einen Kamm zu scheren. Was politische und wirtschaftliche Verhältnisse angeht, könnten die Länder kaum unterschiedlicher sein. Als Mitglieder der OECD gelten Mexiko und Südkorea schon heute als Industrienationen. Südkoreanische Unternehmen wie Samsung oder Hyundai mischen auf dem Weltmarkt ganz vorne mit. Und Mexiko ist ein Weltmeister im Abschluss von Freihandelsabkommen. Es gehört unter anderem zur NAFTA, der nordamerikanischen Freihandelszone, und unter dem Namen MEFTA hat es ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union abgeschlossen.

Indonesien und Vietnam sind attraktive Produktionsstandorte

Indonesien ist mit 240 Millionen Einwohnern das viertgrößte Land der Erde. Trotz stabiler politischer Verhältnisse und einer weltoffeneren Wirtschaft stand das Land lange in Chinas Schatten. Und auch Vietnam gehört bereits jetzt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Beide Länder haben im Gegensatz zum Reich der Mitte eine junge und zunehmende Bevölkerung. Die aufstrebende Mittelschicht macht diese Märkte für Hersteller von Konsumgütern besonders interessant. Aufgrund der zunehmenden Industrialisierung werden sie aber auch für Exporteure von Maschinen und Anlagen immer attraktiver.

Die politischen Risiken sind teilweise enorm

In anderen Ländern der N11 ist es deutlich schwieriger, Fuß zu fassen. Und die politischen Risiken sind teilweise enorm. Wie sich die Folgen des Arabischen Frühlings und der Aufstieg islamischer Fundamentalisten langfristig auf Ägypten und die Türkei auswirken, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Und auch die Entspannungspolitik zwischen den USA und dem Iran ist alles andere als gesichert. Der Norden Nigerias befindet sich im Bürgerkriegszustand, und in Pakistan schwelen ebenfalls Konflikte mit islamischen Fundamentalisten auf der einen Seite und mit dem Nachbarn Indien auf der anderen Seite. Das muss dennoch kein Grund sein, diese Länder als Absatzmärkte oder Produktionsstandorte zu meiden. Hier gilt es Chancen und Risiken sorgfältig gegeneinander abzuwägen, zumal sich Unternehmen gegen viele Risiken absichern können.
Mit diesem Ausblick auf neue Wachstumsmärkte verabschieden wir uns für dieses Jahr. Wir wünschen Ihnen angenehme Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.


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Europas beste Arbeitgeber

Das österreichische Great Place to Work Institut analysiert jedes Jahr über tausend Unternehmen in ganz Europa auf ihre Qualitäten als Arbeitgeber. Dafür werden die Arbeitnehmer gefragt, für wie ehrlich sie das Management halten, ob sie sich fair bezahlt und als Mensch respektiert fühlen, wie sehr sie sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren und ob es ihnen Spaß macht, zur Arbeit zu kommen. Hier sind die Top 10 aller europäischen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern:
1.Davidson

Das französische Consultingunternehmen Davidson wurde 2005 gegründet und beschäftigt heute 1.035 Mitarbeiter an zwölf Standorten in ganz Europa.

2.Torfs

Der belgische Schuhhandelskette Torfs wurde 2015 von seinen 601 Beschäftigten zum besten Arbeitgeber des Landes und zum zweitbesten in ganz Europa gekürt. Besonders gelobt wurde die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter.

3.Accent Jobs

Der belgische Personaldienstleister Accent Jobs hat 694 Mitarbeiter und befindet sich seit 2003 regelmäßig auf der Liste der besten Arbeitgeber.

4.Capital One

Capital One ist der britische Ableger des gleichnamigen amerikanischen Kreditkartenanbieters und beschäftigt 1.288 Mitarbeiter.

5.3

3 ist zwar nur Schwedens viertgrößter Mobilfunkanbieter, aber dafür gehört das Unternehmen mit seinen 1.705 Mitarbeitern zu den beliebtesten Arbeitgebern des Landes.

6.Beierholm

Das dänische Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Beierholm ist Mitglied im internationalen Verbund unabhängiger Wirtschaftsprüfer- und Steuerberatungsgesellschaften HLB International und beschäftigt 651 Mitarbeiter.

7.ROFF

Der IT-Dienstleister ROFF, der sich vor allem auf die Implementierung von SAP-Lösungen in Unternehmen spezialisiert hat, beschäftigt 727 Mitarbeiter und ist die einzige Firma aus Portugal, die es in die Liste der besten großen Arbeitgeber Europas geschafft hat.

8.Softcat Limited

Softcat ist ein britischer IT-Dienstleister mit 710 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist in den letzten Jahren stark gewachsen und plant noch in diesem Jahr ein IPO. Die Börseneinführung wird einige Mitarbeiter, die seit vielen Jahren Aktien halten, voraussichtlich zu Millionären machen.

9.EnergiMidt

EnergiMidt versorgt dänische Haushalte mit Elektrizität, Wärme und schnellen Internetverbindungen. Das Unternehmen, das 2002 aus dem Zusammenschluss dreier Energieversorger entstand, beschäftigt 720 Mitarbeiter.

10.Vector Informatik

Das einstige deutsche Ingenieurbüro entwickelt heute eingebettete Systeme aus Werkzeugen, Softwarekomponenten und Dienstleistungen für die Automobilindustrie und verwandte Branchen. In dem Unternehmen arbeiten über 1.000 Mitarbeiter.


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Imageverlust – die umstrittensten Unternehmen der Welt

Der Skandal um VW‘s Betrug bei den Abgasmessungen hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig das Image eines Unternehmens ist. Der Aktienkurs des Autobauers verlor innerhalb weniger Tage etwa 40 Prozent, und die Zukunftsaussichten des Unternehmens sind allenfalls gedämpft. Immer mehr Konsumenten achten beim Kauf von Produkten auf die Integrität des Herstellers, eine umweltverträgliche Produktion und die Einhaltung sozialer Mindeststandards. Und auch viele Kapitalanleger überprüfen die Nachhaltigkeit der Unternehmenskultur, bevor sie investieren. Das Schweizer Forschungsunternehmen RepRisk überprüft Unternehmen auf ihre Ethik und Nachhaltigkeit und hat eine Liste der umstrittensten Unternehmen der Welt veröffentlicht
1. Chonhaejin Marine Company

Im April 2014 sank die Fähre Sewol des südkoreanischen Unternehmens Chonhaejin Marine Company auf dem Weg nach Jejudo im Gelben Meer. Bei dem Unglück kamen über 300 Menschen ums Leben, unter ihnen viele Schüler einer südkoreanischen High School. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Schiff extrem überladen und ein wenige Tage zuvor gestellter Reparaturantrag des Kapitäns ignoriert worden waren. Nachforschungen deckten zudem mögliche Steuerhinterziehungen und Betrugsfälle seitens der Eigentümerfamilie auf.

2. Takata Corp

Das japanische Unternehmen stellt seit 1988 Airbags her, die in vielen Automarken verwendet werden. 2013 kam es in den USA und in Malaysia zu Todesfällen, die auf defekte Airbags zurückgeführt wurden, die in Takatas mexikanischer Niederlassung hergestellt wurden. Aufgrund mangelhafter Aufzeichnungen konnte niemand nachvollziehen, wo weitere fehlerhafte Airbags eingebaut wurden, was zu Millionen von Rückrufen bei Toyota, Honda, Mazda, Nissan, Ford und BMW führte.

3. Chang Guann Company

2014 wurde Taiwan von einer Reihe von Lebensmittelskandalen geschüttelt. Angeführt wurden diese von Chang Guann Co., die Speiseöl mit Altöl, Küchenabfällen, Tierfutter und sogar Nebenprodukten aus der Lederindustrie streckten. Wie sich herausstellte, wurden Manipulationen von Lebensmitteln in Taiwan jahrzehntelang geheim gehalten. Deshalb rissen die Skandale nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch die Regierung mit in den Abgrund.

4. Zhongrong Metal Products

Viele chinesische Firmen arbeiten als Zulieferer für amerikanische und europäische Marktführer. Niedrigere Löhne, aber vor allem auch geringere Sicherheitsstandards reduzieren die Produktionsausgaben auf Kosten von Menschenleben, wie bei Zhongrong Metal Products. Aufgrund mangelnder Ventilation baute sich in der Polierhalle so viel Aluminiumstaub auf, dass ein einziger Funke, vermutlich von einer elektrischen Maschine, genügte, um eine Explosion auszulösen. Insgesamt starben 146 Arbeiter und knapp 200 wurden verletzt. Wie immer bei solchen Unglücken, über die weltweit berichtet wird, leidet auch das Image der Abnehmer, zu denen in diesem Fall unter anderem General Motors gehört.

5. Uber

Der Fahrdienstleister macht gleich an mehreren Fronten Schlagzeilen. Während das Aufbrechen nationaler Taximonopole von vielen Verbrauchern noch als positiv betrachtet wurde, betrachten viele die Methoden des Unternehmens mittlerweile mit Skepsis. So müssen die Fahrer beispielsweise als Selbstständige arbeiten und auf die rechtliche und soziale Absicherung eines Arbeitsvertrages verzichten. Hinzu kommt eine mangelnde Überprüfung der Fahrer, die das Unternehmen unter anderem in einen Vergewaltigungsfall in Indien verstrickt haben.

6. Fifa

Fifa scheint in den letzten Jahren gar nicht mehr aus den Schlagzeilen herauszukommen. Während der Weltmeisterschaft in Brasilien wurden führende Fifa-Funktionäre beschuldigt, an Schwarzverkäufen von Tickets beteiligt gewesen zu sein. Und mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft, ein Ereignis, das das Image eines Landes deutlich verbessern kann, käuflich ist. Nach Russland und Katar, wo die nächsten zwei Weltmeisterschaften stattfinden sollen, steht nun auch Deutschland im Rampenlicht, wo verdächtige Zahlungen im Rahmen der Vergabe der WM 2006 untersucht werden.

7. Dongguan Shinyang Electronics

Die Arbeitsbedingungen bei dem Zulieferer für Samsungs Smartphones sind wie fast überall in China von hohen Überstunden und geringer Bezahlung geprägt. Angestellte erhalten kein Sicherheitstraining. Und wie ein Journalist bei verdeckten Recherchen herausfand, macht sich das Unternehmen zusätzlich der Kinderarbeit schuldig.

8. General Motors

2014 startete General Motors eine Rückrufaktion von über 30 Millionen Fahrzeugen wegen eines defekten Zündschlosses. Das Zündschloss drehte sich unter bestimmten Umständen von selbst in die Aus-Position, was zu einem sofortigen Ausfall von Servolenkung, Bremskraftverstärker und anderen Sicherheitsprogrammen führte. Insgesamt soll das Unternehmen für mehr als 50 Todesfälle verantwortlich sein. Da die Zündschlösser in den Jahren 2003 bis 2007 produziert wurden, wurde General Motors außerdem wegen Verschleierung von Sicherheitsrisiken angeklagt.

9. KT ENS Corp

Das Telekommunikationsunternehmen aus Südkorea erschlich sich mit gefälschten Dokumenten Kredite über 1,6 Milliarden US-Dollar von 16 verschiedenen Banken. Teile des Geldes wurden ins Ausland geschmuggelt.

10. Neiman Marcus Group

Hacker erbeuteten Kreditkarteninformationen und persönliche Daten von Millionen von Kunden der amerikanischen Warenhauskette. Das Unternehmen gab den Verlust erst zu, nachdem die ersten Kreditkarten missbraucht wurden.


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Jetlag & Co: Geschäftsreisen richtig planen

Viele Geschäftsreisende bereiten Ihren Aufenthalt bis ins letzte Detail vor. Schließlich möchte man die Zeit möglichst effektiv nutzen. Dabei übersehen viele jedoch, wie wichtig es ist, auch die Anreise klug zu planen, besonders wenn sie einen Langstreckenflug erfordert. Zeitumstellung, Klimaveränderung und ungewohntes Essen sind für unseren Körper Herausforderungen, die er besser meistert, wenn er ausgeruht ist. Und mit einem klaren Kopf können Sie auch Ihre Geschäfte besser abwickeln. Wir zeigen Ihnen, wie Sie nach Langstreckenflügen entspannter ankommen.
Mildern Sie die Auswirkungen des Jetlags

Langstreckenflüge haben den unangenehmen Nebeneffekt, dass die biologische Uhr einige Tage braucht, um sich an die Zeitzone des Zielortes anzupassen. Die Folge dieses sogenannten Jetlags sind Schlafstörungen und Müdigkeit. Auf einer Geschäftsreise können Sie sich jedoch kein Leistungstief erlauben. Deshalb sollten Sie folgende Tipps beachten:

• Planen Sie Ihre Flüge so, dass Sie einen Tag früher ankommen. So haben Sie etwas Zeit, sich zu akklimatisieren.
• Buchen Sie, wenn es geht, Nachtflüge. Ihr Körper ist zu dieser Zeit auf Ruhe eingestellt, und im Flugzeug sitzen oder liegen Sie die meiste Zeit. Bei einem Tagesflug erschwert Ihnen der Biorhythmus das Stillsitzen, und der Flug wird zur Qual.
• Wenn Sie nach Osten fliegen, sollten Sie im Flugzeug schlafen. Dann sind Sie am Zielort ausgeruhter und leiden weniger unter dem Jetlag.
• Wenn Sie nach Westen fliegen, bleiben Sie lieber wach. Durch den Flug verlängert sich Ihr Tag. Wenn Sie ankommen, sind Sie zwar erschöpft, aber Ihr Körper stellt sich schneller auf den neuen Rhythmus ein.
• Versuchen Sie, sich möglichst schnell an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Tageslicht und Bewegung an frischer Luft helfen dabei.

Entspannen Sie sich an Bord

Wählen Sie Ihren Platz mit Bedacht. Wenn Sie schlafen wollen, empfiehlt sich ein Fensterplatz. So werden Sie nicht gestört, wenn Ihr Sitznachbar aufsteht. Wenn Sie jedoch selber gerne aufstehen, um sich die Beine zu vertreten, sollten Sie einen Platz am Gang wählen. Wenn Sie sich ein kleines Kissen von zu Hause mitnehmen, helfen die vertrauten Gerüche beim Entspannen. Tragen Sie bequeme, knitterfreie Kleidung, zum Beispiel aus Wolle. Ziehen Sie am besten Ihre Schuhe aus und stattdessen Wollsocken an. So bleiben die Füße warm und beweglich. Denken Sie auch daran, Ohrstöpsel, Schlafmaske, MP3-Player oder ein Buch mitzunehmen – was immer Ihnen beim Abschalten hilft.

Leichtes Essen und viel Flüssigkeit

Vermeiden Sie schwer verdauliches Essen. Mit Völlegefühl lässt sich nicht gut schlafen. Am besten verzichten Sie auch auf Alkohol und Kaffee. Sie wirken anregend und können deshalb ebenso die Nachtruhe stören. Trinken Sie stattdessen viel Wasser und Saft. Pro Flugstunde wird empfohlen, mindestens einen viertel Liter Flüssigkeit zu trinken. Die Luft an Bord ist besonders trocken, und Flüssigkeitsmangel führt zu Kopfschmerzen und Müdigkeit. Auch die Haut leidet unter der Trockenheit. Nehmen Sie sich ein Stofftaschentuch mit und nutzen Sie es, um mit stillem Wasser regelmäßig das Gesicht abzutupfen.

Reduzieren Sie das Thromboserisiko

Da das Blut in den Beinen schlechter zirkuliert, wenn man längere Zeit an Bord eines Flugzeugs sitzt, sollte man auf Langstreckenflügen regelmäßig aufstehen und sich bewegen. Laufen Sie ein paar Mal den Gang hoch und runter oder bleiben Sie einfach neben Ihrem Platz stehen und strecken Sie sich ausgiebig. Alternativ können Sie im Sitzen Fußgymnastik machen, indem Sie Ihre Füße abwechselnd auf die Zehen und die Ferse stellen. Menschen mit erhöhtem Thromboserisiko sollten unbedingt Thrombosestrümpfe tragen.


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Geschäftsessen – So werden Sie zum erfolgreichen Gastgeber

Geschäftsessen gehören zum unternehmerischen Alltag. Sie lockern Verhandlungsrunden auf und sind eine ideale Art, Geschäftsbeziehungen zu vertiefen. Viele Unternehmen laden große Stammkunden einmal jährlich ein, um über zukünftige Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit zu sprechen. Und auch bei der Neugewinnung von Kunden kann ein erfolgreiches Geschäftsessen positive Impulse setzen. Das gelingt jedoch nur, wenn sich Ihre Gäste wohlfühlen. Deshalb gibt es bei der Organisation eines Geschäftsessens einiges zu beachten.
Wählen Sie ein geeignetes Restaurant

Die Auswahl des Lokals sagt einiges über Ihr Unternehmen aus. Zunächst einmal sollte es nicht zu billig sein, um nicht den Eindruck zu erwecken, Sie wären geizig. Dann stellt sich die Frage, ob es lieber etwas Traditionelles sein sollte, oder das angesagteste Restaurant der Stadt. Lassen Sie sich bei der Entscheidung nicht nur von Ihrem eigenen Geschmack leiten. Die Speisenauswahl sollte nicht zu exotisch sein, es sei denn, Sie wissen genau, dass auch Ihre Geschäftspartner diese Art der Küche lieben. Im Zweifel empfiehlt sich ein gehobener Italiener. Bei einer großen Auswahl an Fleisch, Fisch, Pasta und Salaten findet in der Regel jeder etwas nach seinem Geschmack. Internationale Kunden freuen sich jedoch auch oft über die Möglichkeit, traditionelle österreichische Küche zu kosten.

Wählen Sie am besten ein Restaurant, das Sie kennen. Achten Sie darauf, dass ausreichend Raum zwischen den Tischen besteht, sodass Sie und Ihre Gäste nicht das Gefühl haben, die Tischnachbarn hören jedes Wort mit. Meiden Sie auch Lokale mit zu lauter Hintergrundmusik. Sie wollen sich unterhalten und nicht anschreien.

Kleiden Sie sich angemessen

Ein Geschäftsessen ist keine Freizeitveranstaltung. Deshalb ist Bürokleidung die beste Wahl. Durch professionelle Kleidung signalisieren Sie Ihren Geschäftspartnern außerdem, dass Sie die Gespräche mit ihnen ernst nehmen. Die Kleidung sollte jedoch bequem und nicht zu warm sein. Sie sollten es vermeiden, zwischendurch Ihr Jackett auszuziehen. Eine Regel für gutes Benehmen besagt: Was Sie zur Vorspeise tragen, sollten Sie bis zum Dessert anbehalten.

Brechen Sie das Eis durch einen warmen Empfang

Als Gastgeber sollten Sie vor Ihren Geschäftspartnern ankommen. Wenn Sie mehrere Gäste eingeladen haben, die sich noch nicht untereinander kennen, stellen Sie sie gegenseitig vor. Wenn Sie wissen, dass zwei Ihrer Gäste das gleiche Hobby oder ähnliche Interessen haben, lassen Sie diese Information gleich einfließen. So brechen Sie das Eis leichter, und es entsteht eine angenehme Atmosphäre. Sollten Sie einen Ehrengast haben, stellen Sie diesen allen anderen Gästen der Reihe nach vor. Warten Sie mit der Bestellung, bis alle Gäste eingetroffen sind.


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