Worauf Sie beim Abschluss eines Leasingvertrages achten sollten

Vor Kurzem haben wir Ihnen in einem  Blogpost die Vorteile von Leasing vorgestellt. Leasingverträge können sehr individuell gestaltet werden, was besonders für Unternehmer sehr vorteilhaft sein kann. Die bilanziellen und steuerlichen Vorteile gelten jedoch nicht für jeden Leasingvertrag. In diesem Blogpost stellen wir Ihnen zwei wichtige Leasingformen vor – operatives Leasing und Finanzierungsleasing – und zeigen Ihnen, welche Auswirkungen die Wahl der Leasingform hat.

Operatives Leasing – auf die Nutzung ausgerichtet

Das operative Leasing hat Ähnlichkeit mit einem Mietvertrag. Der Leasinggeber stellt dem Leasingnehmer ein Wirtschaftsgut, zum Beispiel eine Maschine, zur Verfügung. Dieser darf das Leasingobjekt über die vereinbarte Laufzeit nutzen und zahlt dafür eine Leasingrate. Die Laufzeit des Leasingvertrages ist dabei in der Regel deutlich kürzer als die Lebenszeit der Maschine. Nach Ablauf des Leasingvertrages gibt der Leasingnehmer das Objekt zurück. Der Leasinggeber vermietet den Gegenstand dann weiter oder verkauft ihn. Bis dahin wird das Leasingobjekt in der Bilanz des Leasinggebers ausgewiesen, während der Leasingnehmer die Leasingraten als Betriebsausgaben verbucht, die steuerlich voll absetzbar sind.

Finanzierungsleasing – eine flexible Finanzierungsalternative

Aufgrund des hohen Investitionsrisikos werden für gewöhnlich nur Standardobjekte unter einem operativen Leasingvertrag vermietet, bei denen Nachfrage und Wertentwicklung mit einiger Sicherheit prognostiziert werden können. Das ist beim Finanzierungsleasing anders. Hier steht, wie der Name vermuten lässt, der Finanzierungsgedanke im Mittelpunkt. Das heißt, Finanzierungsleasing ist mit einem Kredit vergleichbar. Die Laufzeit des Leasingvertrages entspricht oft der tatsächlichen Nutzungsdauer des Leasingobjektes. Häufig wird dem Leasingnehmer sogar eine Kaufoption eingeräumt. Das Risiko des Leasinggebers beschränkt sich damit praktisch auf das Ausfallrisiko des Leasingnehmers. Deshalb können über diese Leasingform auch individuell angefertigte Leasingobjekte wie zum Beispiel Pkw mit Sonderausstattung finanziert werden.

Wirtschaftliches Eigentum entscheidet über Bilanzierung

Beim Finanzierungsleasing ist der Leasinggeber zwar weiterhin der juristische Eigentümer des Leasingobjektes, der Leasingnehmer trägt jedoch alle wirtschaftlichen Risiken. In diesen Fällen schreibt der Gesetzgeber vor, dass der geleaste Gegenstand im Anlagevermögen des Leasingnehmers bilanziert werden muss. Die finanziellen Verpflichtungen aus dem Leasingvertrag werden wie ein Kredit unter den Verbindlichkeiten erfasst. Nur die Zinszahlungen fallen unter die Betriebsausgaben. Tilgungszahlungen können nicht von der Steuer abgesetzt werden.

Steuervorteile hängen von Vertragsgestaltung ab

Will ein Leasingnehmer von den bilanziellen und steuerlichen Vorteilen von Leasing profitieren, muss der Leasingvertrag so strukturiert werden, dass das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber verbleibt. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Vertragslaufzeit nicht mehr als 90 Prozent der Nutzungsdauer ausmachen darf. Auch für Kaufoptionen und Anschlussmietverträge gelten sehr strikte Vorgaben. Lassen Sie sich vor Abschluss eines Leasingvertrages von einem Steuerexperten beraten, um sicherzustellen, dass die Vertragsgestaltung auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.


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Ihr Leben nach dem Unternehmensverkauf

Wie wir in einem unserer letzten Blogbeiträge festgestellt haben, sollte die Ausstiegsplanung mit der Frage beginnen: Was will ich anschließend tun? Viele Unternehmer empfinden Ihren Betrieb als ihr Lebenswerk und sind so stark in das laufende Geschäft eingebunden, dass es ihnen schwerfällt, sich ein Leben „danach“ vorzustellen. Dabei ist der Unternehmensverkauf keine Sackgasse, die im Nichtstun endet, sondern eröffnet gleich mehrere Alternativen:

 

  • Den Ruhestand genießen

 

Die offensichtlichste Alternative für die meisten ist der Ruhestand. Endlich haben Sie Zeit für Familie und Freunde. Aber Vorsicht! Ihr Partner, Ihre Kinder und Freunde führen auch ein eigenes Leben. Wenn Sie plötzlich beginnen, Ihre frei gewordenen Managementkapazitäten auf Ihr privates Umfeld zu übertragen, treiben Sie Ihnen nahestehende Personen schnell in den Wahnsinn. Viele Unternehmer berichten, dass Sie ein bis zwei Jahre nach Beginn des Ruhestands bereuen, ihr Geschäft verkauft zu haben. Begegnen Sie diesem Risiko, indem Sie sich ein neues Projekt oder Hobby suchen – etwas, das Sie schon immer ausprobieren wollten, wozu Ihnen jedoch bislang die Zeit gefehlt hat.

 

  • Noch einmal von vorn anfangen

 

Viele Käufer bevorzugen es, wenn der Alteigentümer noch eine Weile als Berater an Bord bleibt. So gestaltet sich der Übergang leichter. Der größte Teil der Arbeit dürfte nach etwa sechs Monaten erledigt sein. Nutzen Sie Ihre Beratertätigkeit als Vorbereitungsphase für Ihr nächstes unternehmerisches Vorhaben. Investieren Sie einen Teil Ihres Verkaufserlöses (zwanzig Prozent ist eine gute Startgröße, um finanziell beweglich zu bleiben) und sparen Sie etwa die Hälfte für den Ruhestand. Beginnen Sie noch einmal von vorn, aber dieses Mal mit mehr Erfahrung und weniger finanziellen Sorgen.

 

  • Management Team erweitern und finanziellen Einsatz reduzieren

 

Eine weitere Option ist, nicht komplett auszusteigen, sondern nur den finanziellen Einsatz zu reduzieren. Verkaufen Sie einen Teil Ihres Unternehmens an einen möglichen Nachfolger oder Finanzinvestor und bleiben Sie Mitglied des Management-Teams. Mit Ihrer Erfahrung und den frischen Ideen Ihres neuen Partners können Sie das Unternehmen auf einen neuen Wachstumskurs führen. Bei einem Verkauf an Finanzinvestoren können Gründer bis zu achtzig Prozent des von ihnen geschaffenen Wertes realisieren. Sie bleiben weiterhin mit Ihrem Unternehmen verbunden, tragen das finanzielle Risiko aber nicht mehr allein. Mit dem finanziellen Polster, das Sie sich aus dem Teilverkauf schaffen, können Sie sich und Ihre Familie für den Ruhestand absichern.

 

Wie auch immer Ihre Pläne für die Zeit nach dem Unternehmensverkauf aussehen, unsere Experten bei Pallas Capital beraten Sie gern!


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