Sie sind auf der Suche nach einem passenden Käufer für Ihr Unternehmen?

Pallas Capital unterstützt Sie bei einem erfolgreichem Unternehmensverkauf. In unserem Blog bieten wir viele nützliche Artikel rund um die Themen Exit-Strategie, Käufer finden und Vorbereitungen auf die Nachfolgeregelung.

Erfahren Sie mehr in unserem Bereich: Lösungen: Käufer für Ihr Unternehmen.


„Wir finden den passenden Käufer für Sie.“ – Dr. Florian Koschat


Die wichtigsten Unternehmensbewertungsverfahren im Überblick

Viele Unternehmensverkäufe scheitern während der Preisverhandlungen. Verkäufer haben oft eine zu starre Vorstellung vom Wert ihres Unternehmens, und die emotionale Bindung trägt zusätzlich zu einer Verklärung bei. Bei mittelständischen Unternehmern stellt der Verkaufspreis aber gleichzeitig auch einen wichtigen Teil der Altersvorsorge dar, ein guter Grund, es nicht unter Wert zu verkaufen. Nur wie hoch genau ist der Unternehmenswert? Hier stellen wir Ihnen die gängigen Bewertungsverfahren vor.

Ein Unternehmen ist ein komplexes Gebilde aus Sachanlagen, Verträgen, finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten, zwischenmenschlichen Beziehungen und vielem mehr. Es gibt kein Bewertungsmodell, das all diesen Facetten einer Firma gerecht werden kann. Jede Bewertungsmethode analysiert den Betrieb aus einer bestimmten Perspektive. Dabei bleiben immer einige Faktoren unberücksichtigt. Deshalb verwenden Finanzanalysten und M&A-Berater mehrere Verfahren parallel. Weiterlesen

Hochseilakt: Wichtige Regeln der Kommunikation beim Unternehmenskauf

Suchen Sie einen Nachfolger für Ihr Unternehmen oder wollen Sie mithilfe einer Übernahme expandieren? Egal, ob Sie auf der Käufer- oder Verkäuferseite stehen, der Erfolg der Transaktion hängt in großem Maße von Ihrer Kommunikationsstrategie ab. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten. Weiterlesen

Interesse an Unternehmenskäufen bleibt hoch

Trotz politischer Unsicherheiten ist das Transaktionsvolumen am M&A-Markt 2016 hoch geblieben. Und daran wird sich voraussichtlich auch 2017 nichts ändern. Hier erfahren Sie, was die Nachfrage nach Unternehmensübernahmen antreibt und welche Trends sich am M&A-Markt abzeichnen.
Hohe Liquidität treibt Übernahmen an

Auch wenn das Jahr noch nicht zu Ende ist und die ersten Statistiken über die genaue Anzahl von Unternehmenskäufen erst in einigen Monaten zu erwarten sind, lässt sich bereits abschätzen, dass 2016 wieder ein äußerst aktives Jahr für Mergers & Acquisitions (M&A) war. In Europa sorgt laut Umfragen der Anwaltskanzlei CMS das Votum Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, für Unsicherheit. Auf die Anzahl der geplanten Transaktionen hatte dies jedoch bislang keine spürbare Auswirkung. Grund dafür ist die weiterhin hohe Liquidität im Markt und der Mangel an renditestarken Investmentalternativen.

Mehr Unsicherheit für internationale Transaktionen

Das Interesse ausländischer Investoren an österreichischen Unternehmen ist 2016 stark gestiegen. Ausländische Übernahmen machten mehr als ein Drittel aller Transaktionen aus, wobei der Großteil der Investoren aus Deutschland, der Schweiz, Großbritannien und anderen europäischen Ländern kam. Von der Einkaufstour chinesischer Unternehmen hat Österreich im Gegensatz zu Deutschland nicht viel bemerkt. Um die eigene Währung besser managen zu können, will die chinesische Regierung zukünftig ausländische Übernahmen durch chinesische Unternehmen stärker regulieren. Das dürfte dem internationalen M&A-Geschäft einen Dämpfer versetzen. In den USA sind zudem Unternehmenskäufe im Ausland zur Steuervermeidung in die Kritik geraten. Und auch sonst werden Megadeals von den Wettbewerbshütern weltweit genauer unter die Lupe genommen. Das hat im zurückliegenden Jahr zur Ankündigung zahlreicher Spin-Offs geführt, bei denen wettbewerbskritische Unternehmensteile ausgegliedert und verkauft werden.

Trend zu strategischen Übernahmen

Das Umfeld mag schwieriger für internationale Megadeals geworden sein, aber im Kleinen ist die Nachfrage nach innovativen Unternehmen so hoch wie nie. Eine aktuelle Studie von EY zeigt, dass über die Hälfte aller befragten Unternehmen im Laufe des nächsten Jahres aktiv nach Übernahmekandidaten suchen wollen. Angetrieben wird dieses Interesse durch den anhaltenden technologischen Wandel und seine Auswirkungen auf Produktionsprozesse und Arbeitsformen. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss Strategie und Geschäftsmodell an die neuen Herausforderungen anpassen. Hier kann der Zukauf kreativer, innovationsstarker Firmen, ob Start-up oder Traditionsunternehmen, eine wichtige Rolle spielen.
Wie sieht Ihre Strategie für 2017 aus? Schauen Sie sich ebenfalls nach interessanten Übernahmekandidaten um, suchen Sie einen Investor, der Sie bei der Übernahme unterstützt oder planen Sie Ihren Ausstieg und wollen Ihr Unternehmen verkaufen? Unsere Experten stehen Ihnen gerne für eine Beratung zur Verfügung.

M&A-Verträge im Mittelstand werden attraktiver für Verkäufer

Die Nachfrage nach gut aufgestellten mittelständischen Unternehmen ist in den letzten Jahren gestiegen. Das nutzen immer mehr Verkäufer, um die M&A-Verträge zu ihren Gunsten zu gestalten. Eine Studie, die die Jahre 2007 bis 2015 umfasst, zeigt, dass M&A-Verträge im Mittelstand zunehmend auch Elemente enthalten, die bislang nur großen Transaktionen vorbehalten waren.
Haftungshöchstgrenzen und Verjährungsfristen sinken

Die Bewertung und der Verkauf eines Unternehmens sind äußerst komplex. Trotz intensiver Due Diligence besteht für den Käufer die Gefahr, dass verdeckte Risiken erst nach der Betriebsübernahme auftauchen und die Zukunftsaussichten und damit auch den Wert der Firma eintrüben. Dagegen sichern sich Käufer ab, indem sie vom Verkäufer Garantien verlangen. Vor einigen Jahren war es üblich, dass Verkäufer von mittelständischen Unternehmen bis zu 24 Monate nach Vertragsabschluss für etwaige Risiken haften mussten. Aufgrund der hohen Nachfrage, die die Unternehmensverkäufer in eine stärkere Verhandlungsposition rückt, haben sich die Verjährungsfristen auf zwölf bis achtzehn Monate verkürzt. Auch die Haftungshöchstgrenzen sind in den letzten Jahren tendenziell gesunken.

W&I-Versicherungen entdecken den Mittelstand

Um sich vor den finanziellen Auswirkungen solcher Garantien zu schützen, können Unternehmensverkäufer eine sogenannte Garantie- und Freistellungsversicherung, auf englisch Warranty and Indemnity Insurance (W&I-Versicherung), abschließen. Dieses Instrument, das bei Megadeals gang und gäbe ist, steht neuerdings auch immer mehr Mittelständlern mit einem Transaktionsvolumen unter 25 Millionen Euro zur Verfügung. Offensichtlich sehen einige Versicherungsgesellschaften in dem bevorstehenden Generationenwechsel in vielen Familienbetrieben einen Marktbereich mit Zukunft. Für die Verkäufer ist das positiv, denn die meisten Mittelständler nutzen den Verkaufspreis, um den eigenen Ruhestand finanziell abzusichern.

Earn-out-Klauseln für den Ausstieg in Raten

Immer mehr Mittelständler lassen sich außerdem den Kaufpreis nicht mehr in einer Summe, sondern in Raten über einen vorher festgelegten Zeitraum auszahlen. Diese Zahlungen werden häufig an bestimmte Entwicklungsziele gekoppelt, zum Beispiel die Umsatz- oder Gewinnentwicklung. Am häufigsten kommt dieses Element derzeit beim Verkauf junger, innovativer Unternehmen ins Spiel, wenn die Gründer weiterhin vom Wachstumspotenzial ihrer Idee profitieren wollen, auch wenn sie selbst sich bereits neuen Projekten zugewandt haben. Interessant ist das aber auch für Unternehmer, die nach dem Verkauf noch einige Zeit als Geschäftsführer oder Berater in der Firma bleiben wollen.

Zu hohe Renditeerwartungen verderben Übernahmechancen

Es gibt viele Gründe, ein anderes Unternehmen zu kaufen. Aber manchmal gibt es nur einen Grund, warum Firmen sich gegen eine Übernahme entscheiden – wenn die Renditeprognosen nicht den eigenen Erwartungen entsprechen. Liegt das daran, dass die sogenannte Hurdle Rate zu hoch ist, vergeben Firmen damit attraktive Wachstumschancen.
Kapitalkosten und Risikoprämie bestimmen Renditeerwartungen

Die Rendite ist ohne Zweifel ein wichtiges Kriterium, das bei der Übernahme eines anderen Unternehmens berücksichtigt werden muss. Schließlich muss der Unternehmenskauf finanziert werden. Dabei geht es nicht nur um die Kosten für eine Kreditaufnahme. Auch Eigenkapital kostet Geld, und die Renditeerwartungen von Eigenkapitalgebern sind in der Regel deutlich höher als die von Kreditgebern. Schließlich tragen sie das komplette unternehmerische Risiko. Aus diesem Grund muss die Übernahme eines fremden Unternehmens mindestens eine solche Rendite erwarten lassen, dass die Kapitalkosten gedeckt sind.
Zusätzlich fordern die Käufer eine Risikoprämie. Eine Unternehmensübernahme ist, wie auch andere unternehmerische Entscheidungen, mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet. Je nach Branche und individueller Unternehmenssituation können die Risikoprämien dabei enorm schwanken.

Kapitalkosten sind stark gesunken – Hurdle Rates kaum

In den vergangenen Jahren sind die Kosten, sowohl für Fremdkapital als auch für Eigenkapital enorm gesunken. Dennoch halten viele Firmen immer noch an ihren alten Hurdle Rates fest und verpassen damit gute Gelegenheiten, die eigene Position durch strategische Übernahmen zu verbessern. Dabei übersehen sie, dass viele solide Unternehmen nur in Zeiten hoher Bewertungen (und daraus resultierenden niedrigen Renditen) an den Markt kommen. Insbesondere in Marktnischen, in denen es nur wenige attraktive Übernahmekandidaten gibt, sollten Firmen, die expandieren wollen, deshalb ihre eigenen Renditeerwartungen überdenken.

Warum sich Übernahmen auch zu niedrigeren Renditen lohnen

Bei einer strategischen Übernahme sollte die Rendite ohnehin nur ein zweitrangiger Faktor sein. Viel wichtiger sind Fragen wie:
• Welche Synergieeffekte ergeben sich?
• Wie verändert sich mein Marktanteil?
• Kann ich durch die Übernahme eine höhere Produktionstiefe erreichen und deshalb effizienter produzieren?
• Kann ich meinen Kunden durch die Übernahme ein umfassenderes Angebot machen?
• Ermöglicht mir eine Übernahme die Expansion in einen neuen Markt und damit höhere Wachstumsaussichten?

Pallas Capital unterstützt Sie bei der Suche nach geeigneten Übernahmekandidaten im In- und Ausland und hilft Ihnen auch bei der Beurteilung von Unternehmenswerten und angemessenen Renditen.

Robuster M&A-Markt im ersten Halbjahr 2016

Nach dem Rekordjahr 2015 hat sich der Markt für Unternehmensübernahmen in der ersten Jahreshälfte 2016 etwas abgekühlt. Ein Grund dafür sind die gestiegenen politischen und wirtschaftlichen Risiken, ein anderer, dass der Markt bislang weniger Megadeals gesehen hat als im Vorjahr. Angebot und Nachfrage bei kleineren Transaktionen sind jedoch weiterhin robust. Hier ein Überblick über die wichtigsten Themen im M&A-Markt.
Chinesische Unternehmen auf Einkaufstour

Die Wirtschaftsdaten aus China sind derzeit alles andere als rosig. Dem M&A-Markt in der D-A-CH-Region (Deutschland-Österreich-Schweiz) haben die Chinesen in diesem Jahr jedoch Flügel verliehen. Im Februar bot der chinesische Staatskonzern ChemChina 43 Mrd. US-Dollar für den Schweizer Saatgutproduzenten Syngenta – der bislang größte Zukauf eines chinesischen Unternehmens im Ausland. Hinzu kamen über zwanzig kleinere Transaktionen, wie beispielsweise die Übernahme des deutschen Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Haushaltsgerätehersteller Midea für 4,3 Mrd. Euro.

Agrarbranche dominierte internationales M&A-Geschäft

Den Preis für den aufsehenerregendsten Deal bekommt hingegen Bayer. Ob das deutsche Chemieunternehmen den US-Hersteller von gentechnischem Saatgut Monsanto tatsächlich verdauen kann, wird sich erst zeigen. Die Due Diligence für die 62 Mrd. US-Dollar schwere Transaktion läuft noch. Die Bayer-Aktie ist seit Bekanntwerden der Übernahmegespräche um über 20 Prozent eingebrochen. Monsanto gehört zu den umstrittensten Unternehmen und wird weltweit immer wieder von Demonstranten gegen gentechnisch manipulierte Lebensmittel ins Visier genommen. Hinzu kommt, dass drei Viertel des Kaufpreises fremdfinanziert werden. Investoren in bereits bestehende Anleihen fürchten um das Investmentgrade-Rating ihrer Geldanlage. Was Investor-Relations angeht, hat Bayer sicherlich noch Einiges zu lernen.

Grenzüberschreitende Transaktionen nehmen zu – auch in Österreich

Österreichische Unternehmen erhalten seit einigen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit von ausländischen Käufern. 2015 überstieg die Anzahl der Zukäufe aus dem Ausland sogar die der Übernahmen ausländischer Unternehmen durch Österreicher. Das liegt aber laut einer Umfrage der Unternehmensberatung EY nicht daran, dass österreichische Unternehmen nicht ins Ausland expandieren wollen. Im Gegenteil, 29 Prozent aller österreichischen Unternehmen, die zukaufen wollen, sehen sich in Nachbarländern nach Übernahmekandidaten um, 41 Prozent schauen sogar in fernere Länder. Welche Chancen die Übernahme eines ausländischen Unternehmens bringt und was es dabei zu beachten gibt, haben wir Ihnen bereits in unserem Mai-Newsletter gezeigt.

Ausblick

Ob der M&A-Markt 2016 noch an das Rekordniveau des Vorjahres anknüpfen kann, ist fraglich. Die zuletzt wenig ermutigenden Zahlen zur Weltwirtschaft, der Nahostkonflikt und das bevorstehende Referendum in Großbritannien über die EU-Mitgliedschaft, haben den Appetit auf Unternehmensübernahmen in den letzten Monaten gedämpft. Dass über die Hälfte aller österreichischen Familienunternehmen innerhalb der nächsten drei Jahre einen Generationswechsel anstrebt, sollte aber zumindest hierzulande für Aktivität sorgen. Wenn auch Sie zu den Unternehmern zählen, die in nächster Zeit den Ausstieg planen, lesen Sie unseren Newsletter zum Thema Nachfolgeregelung.

Mit dem richtigen Personalmanagement den Unternehmenswert steigern

Wer ein Unternehmen kauft, ist in der Regel nicht nur an Produkten und Kunden interessiert. Das wahre Potenzial einer Firma liegt in der Fähigkeit, immer neue zukunftsweisende Ideen zu entwickeln. Und dafür braucht sie qualifiziertes und motiviertes Personal. Im Mittelstand kommt das Personalmanagement jedoch häufig zu kurz. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf es bei der langfristigen Personalplanung ankommt.

In mittelständischen Unternehmen ist der Gründer und Inhaber häufig der wichtigste Impulsgeber. Gleichzeitig trägt das Kapital, das im Betrieb steckt, oft den größten Teil zur Altersvorsorge des Geschäftsführers bei. Scheidet er aus, geht der Firma jedoch ihr wichtigster Kopf verloren, was aus Sicht des Käufers eine Wertminderung darstellt. Es liegt also im Interesse des Firmeninhabers, schon frühzeitig wichtige Schlüsselpositionen im Unternehmen mit fähigen Leuten zu besetzen, die den Betrieb auch ohne ihn erfolgreich weiterführen können.

Schritt 1: Talente erkennen

Personalmanagement ist mehr, als einmal im Monat eine Lohn- oder Gehaltsabrechnung zu erstellen. Um Talente zu erkennen, sollten ein- bis zweimal pro Jahr die Leistungen aller Mitarbeiter beurteilt werden. Neben den persönlichen Ergebnisbeiträgen ist es auch wichtig, die sogenannten Soft Skills, wie Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick oder Networking zu bewerten. Um eine möglichst objektive Einschätzung über die Talente und das Entwicklungspotenzial einzelner Arbeitnehmer zu erhalten, sollten mehrere Personen in dem Prozess mitwirken. Dazu gehören ein qualifizierter Personalentwickler, der unmittelbare Vorgesetzte in der jeweiligen Abteilung und – wenn es um die Identifizierung von Nachwuchskräften geht – der Geschäftsführer selbst. Schließlich geht es um die langfristige Besetzung strategisch wichtiger Positionen.

Schritt 2: Talente fördern

Im nächsten Schritt muss ein Entwicklungsplan aufgestellt werden, der talentierten Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, die für die angestrebte Schlüsselposition notwendigen Kompetenzen zu entwickeln. So können zum Beispiel in abgeschlossenen Projekten erste Managementerfahrungen gesammelt werden. Hier sollten die Anwärter jedoch nicht einfach nur ins kalte Wasser geworfen werden. Ideal ist eine Begleitung durch gezielte Coaching-Maßnahmen und regelmäßiges Feedback. Auch Erfahrungen außerhalb des eigenen Kompetenzbereiches sind wichtig. „Kaminkarrieren“, bei denen Nachwuchskräfte nur innerhalb ihrer eigenen Abteilung aufsteigen, sind keine ausreichende Vorbereitung, um irgendwann einmal die Geschicke eines ganzen Geschäftsbereichs oder vielleicht sogar der ganzen Firma zu lenken.

Mit einem guten Berater wäre das nicht passiert

Ob Thomas Edison oder Mark Zuckerberg – Erfolg ist nicht nur das Ergebnis einer guten Idee, sondern vor allem die Belohnung für eine unerschütterliche Entschlossenheit und die Bereitschaft, auch mal riskante Entscheidungen zu treffen. Wer dabei allerdings kein Gespür dafür hat, wie Erfolg versprechend eine neue Geschäftsidee ist, verliert möglicherweise alles oder verpasst die Chance seines Lebens – wie die Herren, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen. Sie hatten die Möglichkeit, Teil von etwas ganz Großem zu werden, und haben es nicht erkannt. Hätten sie einen guten Berater an ihrer Seite gehabt, wären diese Männer heute vielleicht reich und berühmt.
Walter Hunt – der Erfinder der Sicherheitsnadel

Nadeln zum Verschließen von Kleidungsstücken gibt es bereits seit der Antike. Allerdings sorgten ihre spitzen Enden bei unbedachten Bewegungen häufig für Verletzungen – bis Walter Hunt 1849 die Sicherheitsnadel erfand, bei der die Spitze sicher in einem abgerundeten Ende ruhte. Walter Hunt war ein einfallsreicher Mechaniker, der zahlreiche Erfindungen machte, der es jedoch nie schaffte, selbst den finanziellen Erfolg aus ihnen zu schöpfen. Im Falle der Sicherheitsnadel verkaufte er das Patent für 400 Dollar an einen Freund, dem er Geld schuldete. Anstatt Multimillionär zu werden, starb er 1859 in Armut.

Jacob Davis – der Mann, der die erste Jeans anfertigte

Jacob Davis emigrierte mit etwa 16 Jahren aus Lettland in die USA. Nachdem er 20 Jahre lang im Land umhergereist war und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten hatte, ließ er sich 1870 in Reno (Nevada) als Schneider nieder, wo er unter anderem auch Zelte, Pferdedecken und anderes strapazierfähiges Zubehör herstellte. Auf Anfrage nähte er eine strapazierfähige Hose aus einem zähen Baumwollstoff und verstärkte sie durch Metallnieten. So entstand die erste Jeans. Die Idee wurde schnell von der Konkurrenz aufgegriffen. Da Jacob Davis jedoch selbst nicht die 68 Dollar für eine Patentanmeldung besaß, bat er seinen Stofflieferanten Levi Strauss, das zu tun. Davis wurde dafür im Unternehmen angestellt, um die Überseeproduktion zu koordinieren. So hatte er ein gesichertes Einkommen. Reich und berühmt aber wurde Levi Strauss.

Ron Wayne – der „vergessene“ dritte Mann bei Apple

Ron Wayne gründete 1976 gemeinsam mit Steve Wozniak und Steve Jobs das IT-Unternehmen Apple. Die drei Gründer kannten sich vom gemeinsamen Arbeitgeber Atari. Ron Wayne schrieb den ersten Gesellschaftsvertrag nieder und hielt selbst einen Anteil von zehn Prozent. Nur elf Tage nach der Gründung bekam Wayne jedoch kalte Füße. Er hatte zuvor bereits zweimal Schiffbruch mit einem Unternehmen erlitten und die persönliche Haftung bei der neu gegründeten Gesellschaft war ihm zu hoch. Er verkaufte seine Anteile für insgesamt 2.300 US-Dollar und kehrte zu seinem alten Arbeitgeber zurück. Heute wären sie über 50 Milliarden US-Dollar wert gewesen.

Norbert Venohr – Mitbegründer des Wacken Open-Air-Festivals

Im Jahr 1990 organisierten einige junge Männer in dem kleinen, deutschen Örtchen Wacken ihr eigenes Open-Air-Festival. Zum ersten Heavy-Metal-Konzert kamen 800 Besucher und zahlten zwölf Euro pro Karte. Mittlerweile pilgern jedes Jahr 75.000 Metal-Fans aus aller Welt nach Wacken und die Firma, die die Organisatoren gegründet haben, nimmt jährlich mehr als 15 Millionen Euro ein. Mitbegründer Norbert Venohr hat davon allerdings nichts, denn der Familienvater stieg aus, als das Event immer größer wurde.

Chris Hill-Scott – der SwiftKey-Aussteiger

Chris Hill-Scott ist einer der drei Gründer von Swiftkey. Die drei Cambridge-Studenten hatten das Startup im August 2008 gegründet, um eine lernfähige Tastatur für das Smartphone zu entwickeln. Hill-Scott kündigte jedoch zwei Monate später. Statt lange Arbeitszeiten für wenig Geld in eine ungewisse Geschäftsidee zu investieren, suchte er sich lieber einen sicheren Job mit geregelten Arbeitszeiten bei einer britischen Behörde. Er verkaufte seine Unternehmensanteile an seine beiden Mitgründer für ein Fahrrad. Anfang 2016 kaufte Microsoft die App namens SwiftKey für 250 Millionen US-Dollar. Der Programmierer sagt heute ganz offen, dass der Ausstieg der größte Fehler seines Lebens war.

Nachfolgeregelung: Besser zu früh als zu spät

Familienunternehmen sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Sie produzieren rund 58 Prozent aller betrieblichen Umsätze. Aktuellen Umfragen zufolge will die Hälfte von ihnen den Betrieb bis zum Jahr 2019 an die nächste Generation weitergeben. Allerdings haben bislang nur etwa 22 Prozent einen soliden Plan für die Nachfolgeregelung. Deshalb widmen wir uns einmal mehr diesem wichtigen Thema und beantworten die folgenden Fragen:

1. Warum findet nur die Hälfte aller Familienunternehmen einen Nachfolger?
2. Welche Nachfolgelösungen stehen Ihnen zur Verfügung?
3. Wann ist der beste Zeitpunkt, mit der Nachfolgeplanung zu beginnen?
4. Wie wird Ihr Unternehmen fit für die Nachfolge?
5. Wie finden Sie einen geeigneten Nachfolger?

5 Antworten auf den Punkt gebracht

Warum findet nur die Hälfte aller Familienunternehmen einen Nachfolger?

Das Problem bei vielen Familienunternehmen ist, dass die Inhaber viel zu spät beginnen, sich über die Nachfolge Gedanken zu machen. Bei den meisten österreichischen Firmen ist die Nachfolgeregelung gleichbedeutend mit der Ruhestandsplanung. Die Unternehmer fühlen sich ihrem Betrieb jedoch verbunden und können sich auch jenseits der 60 einen Ausstieg noch nicht vorstellen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Schließlich gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass die Leistungsfähigkeit im Alter nicht unbedingt nachlassen muss. Wenn der Geschäftsführer jedoch plötzlich krankheitsbedingt ausfällt oder gar verstirbt, kommt es ohne einen kompetenten Nachfolger zur Unternehmenskrise.

Vielen Familienbetrieben mangelt es an Zukunftsfähigkeit

Familienfirmen sind oft von einer patriarchalischen Führungsstruktur gekennzeichnet. Der anfängliche Erfolg ist eine Bestätigung für den Gründer. Das macht ihn in den späteren Jahren automatisch weniger empfänglich für neue Ideen. So halten die Betriebe lange an Altbekanntem fest und verpassen den Anschluss an neue Marktentwicklungen. Ein Blick auf Unternehmen, die einen Nachfolger suchen, zeigt: Kaum eines ist innovativ, und viele schrumpfen schon seit Jahren. Das sind keine guten Voraussetzungen, einen Kaufinteressenten zu finden.

Welche Nachfolgelösungen stehen Ihnen zur Verfügung?

Geschäftsführer von Familienunternehmen wünschen sich meist, dass der Betrieb auch nach ihrem Ausstieg in Familienhand bleibt. Aber nicht immer ist Vererben die beste Lösung. Die Erbschaft kann zu Familienzwistigkeiten führen, wenn es beispielsweise mehrere potenzielle Kandidaten für die Nachfolge gibt. Oder den Kindern fehlt das unternehmerische Geschick, was für die Zukunft der Firma fatal ist. In unserem Blogbeitrag „Vererben oder verkaufen?“ haben wir Ihnen bereits die Vor- und Nachteile beider Strategien erläutert.

Es gibt mehrere Verkaufsstrategien, die sich lohnen können

In mehr als der Hälfte der Fälle haben die Geschäftsinhaber ohnehin keine Wahl, denn immer mehr Kinder verfolgen lieber eigene Karriereziele als jahrelang im Schatten der Eltern zu stehen. Wenn ein Verkauf die einzige Möglichkeit ist – wer soll das Unternehmen dann erwerben? Hier gibt es mehrere Alternativen:

• Übernahme durch einen unternehmensinternen Manager (Management-Buy-out)
• Übernahme durch einen externen Manager (Managament-Buy-in)
• Verkauf an einen strategischen Investor (z. B. ein konkurrierendes Unternehmen)
• Verkauf an einen Finanzinvestor

Wann ist der beste Zeitpunkt, mit der Nachfolgeplanung zu beginnen?

Es ist ratsam, die Nachfolge von langer Hand vorzubereiten. Die Übergabe eines Unternehmens ist eine komplexe Angelegenheit, und die Marktbedingungen unterliegen ständigen Veränderungen. Wer einen soliden Plan hat, kann den Ausstiegszeitpunkt und damit auch den Verkaufspreis optimieren. Die Vorbereitung der Nachfolge muss dabei nicht automatisch im Ruhestand enden. Bei einem Teilausstieg verkauft der Geschäftsführer sein Unternehmen ganz oder teilweise, ohne gleich die Verantwortung abzugeben. Das hat den Vorteil, dass der Unternehmer seine finanziellen Rücklagen für den Ruhestand diversifizieren und sich so gegen negative Marktentwicklungen absichern kann.

Langfristige Planung erhöht die Erfolgsaussichten

Ein Unternehmen ist nicht nur eine Produktionsstätte, sondern auch ein soziales Gebilde. Ein potenzieller Käufer interessiert sich vor allem für bestehende Kundenkontakte. Aber auch Lieferantenbeziehungen sowie das Arbeitsklima, die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter sind essenziell für den zukünftigen Erfolg. Zwischenmenschliche Beziehungen baut man nicht über Nacht auf. Deshalb wissen es viele Käufer zu schätzen, wenn der alte Geschäftsführer noch eine Weile an Bord bleibt, während sich der Nachfolger einarbeitet. Vor allem aber bietet eine langfristige Planung die Möglichkeit, sich frühzeitig auf Stärken zu fokussieren und Schwächen abzubauen. So wirkt das Unternehmen bei der Suche eines Nachfolgers attraktiver.

Wie wird Ihr Unternehmen fit für die Nachfolge?

Wie vieles bei der Unternehmensführung beginnt die Nachfolgeregelung mit einem Plan. Der Geschäftsführer sollte sich zuerst überlegen, wie er sich den Ausstieg vorstellt. Dazu gehört auch, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Leben nach dem Ausstieg aussehen soll. Schließlich bestimmt das, wie viele finanzielle Rücklagen benötigt werden. Ausgehend von diesem Ziel können konkrete Maßnahmen in Gang gesetzt werden, um das Unternehmen auf die Nachfolge vorzubereiten. Je länger dabei der Zeithorizont, desto besser. Vielleicht wollen Sie Fuß in einem neuen Markt fassen oder ein unprofitables Geschäftsfeld abstoßen. Der Erfolg solcher Veränderungen ist oft erst nach mehreren Jahren sichtbar.

Die Vorbereitung für die Nachfolge hat viele Dimensionen

Neben der Anpassung der Unternehmensstrategie müssen selbstverständlich auch die formalen Voraussetzungen für die Nachfolge geschaffen werden. Bei inhabergeführten Firmen vermischen sich die private und die betriebliche Sphäre häufig. Sobald Sie beginnen, den Ausstieg aktiv vorzubereiten, sollten Sie hier klare Grenzen ziehen. Besonders langwierig gestaltet sich dies, wenn Wohnsitz und Betriebsgelände eine Einheit bilden. Weitere Faktoren, die Sie bei der Vorbereitung berücksichtigen müssen, sind:

• Sind alle Verträge (Gesellschaftsverträge, Lieferantenverträge, Arbeitsverträge, etc.) rechtwirksam, und was gibt es hier bei der Nachfolge zu beachten?
• Sind Patente und Lizenzen ordnungsgemäß angemeldet?
• Ist die Finanzierung solide und gibt es langfristige Finanzierungszusagen?

Wie finden Sie einen geeigneten Nachfolger?

Die Wirtschaftskammern Österreich (WKO) haben erkannt, wie brisant das Thema Nachfolge für die österreichische Wirtschaft ist, und haben eine Nachfolgebörse eingerichtet. Hier können Unternehmer ihren Betrieb ausschreiben und Käufer nach interessanten Übernahmekandidaten suchen. Allerdings ist der Verkauf einer Firma nicht mit der normalen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens vergleichbar. Viele Firmeninhaber verkaufen nur einmal im Leben ein Unternehmen. Es fehlt ihnen entsprechend an der Erfahrung, einen fairen Unternehmenswert zu ermitteln, von den rechtlichen und steuerlichen Auswirkungen einer solchen Transaktion ganz zu schweigen.

Ein M&A-Berater unterstützt Sie während des gesamten Prozesses

M&A-Berater verfügen über ein weitreichendes Netzwerk, das bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger unentbehrlich ist. Darüber hinaus haben sie auch Kontakte zu Finanzinvestoren, die bei der Finanzierung eines Unternehmenskaufs helfen. Es lohnt sich aber, einen M&A-Berater schon vor der aktiven Suche nach einem Nachfolger einzuschalten. Die Experten für Unternehmenskäufe kennen die Marktlage und können Ihnen dabei behilflich sein, Ihr Unternehmen für einen Verkauf richtig vorzubereiten und dadurch den Kaufpreis zu maximieren.

Wenn auch Sie in den nächsten Jahren einen Nachfolger für Ihr Unternehmen suchen, stehen Ihnen unsere Spezialisten gerne mit Rat und Tat zur Seite. Rufen Sie uns an unter: +43 (1) 3363 6666

Hohe Kapitalreserven stärken M&A-Geschäft

In den letzten Monaten hat die griechische Schuldenkrise die europäische Wirtschaft in Atem gehalten. Kein Wunder, dass viele Unternehmen zurückhaltend bleiben, wenn es um größere Investitionen geht. Lieber halten sie ihr Geld zusammen, um im Falle einer neuen Rezession gewappnet zu sein. Allerdings führt die Sparsamkeit der Betriebe in einen Teufelskreis, denn ohne Investitionen fehlt der Wirtschaft ein entscheidender Wachstumsimpuls.

 

 

Seit der Finanzkrise von 2008 horten Unternehmen Geld

Der Zusammenbruch von Lehman Brothers im Jahr 2008 wirkt bis heute nach. Damals drehten Banken den Unternehmen über Nacht den Geldhahn zu. Um sich von der Kreditfinanzierung unabhängiger zu machen, haben viele Firmen ihre Überschüsse seitdem gespart, anstatt zu investieren. Die fünf größten Dax-Unternehmen haben ihre Barreserven seit 2007 um etwa zwei Drittel erhöht. Und auch im Mittelstand hat sich Umfragen zufolge das Reservepolster nahezu verdoppelt.

 

Barreserven wecken Begehrlichkeiten

Weder Anteilseigner noch Wirtschaftspolitiker sind jedoch über die hohe Liquidität erfreut. Auch wenn Kapitalreserven ein Unternehmen widerstandsfähiger machen, sehen viele in dem derzeitigen Ausmaß totes Kapital. Regierungen wollen mehr Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze. Und Aktionäre wollen, dass das Unternehmen ihr Geld entweder in renditestarke Projekte investiert oder die Überschüsse auszahlt. Immer häufiger nehmen die Aktivisten unter den Investoren die hohen Liquiditätsbestände der Betriebe aufs Korn und setzen Sonderausschüttungen oder Aktienrückkäufe durch.

 

Amerikanische IT-Unternehmen halten größte Liquiditätsreserven

Die hohe Liquidität in Unternehmen ist nicht nur ein europäisches Phänomen. Die größten Barreserven der Welt halten die vier US-amerikanischen IT-Giganten Apple (ca. 144 Mrd. Euro), Microsoft (ca. 80 Mrd. Euro), Google (ca. 60 Mrd. Euro) und Oracle (ca. 36 Mrd. Euro). Die Barreserven der vier Unternehmen übersteigen zusammen sogar die Schulden Griechenlands. Allerdings liegt ein großer Teil der amerikanischen Liquidität im Ausland und wird dort auch bleiben, weil Vater Staat bei der Einfuhr internationaler Erträge bis zu 35 Prozent Steuern erhebt. Da verwenden die Firmen ihr Geld lieber, um andere Unternehmen in ihren Zielmärkten zu kaufen, wie der Anstieg der M&A-Aktivität seit Jahresbeginn zeigt.