Sie sind auf der Suche nach einem passenden Käufer für Ihr Unternehmen?

Pallas Capital unterstützt Sie bei einem erfolgreichem Unternehmensverkauf. In unserem Blog bieten wir viele nützliche Artikel rund um die Themen Exit-Strategie, Käufer finden und Vorbereitungen auf die Nachfolgeregelung.

Erfahren Sie mehr in unserem Bereich: Lösungen: Käufer für Ihr Unternehmen.


„Wir finden den passenden Käufer für Sie.“ – Dr. Florian Koschat


Die größten M&A-Transaktionen aller Zeiten

2015 scheint zum Rekordjahr für M&A-Transaktionen zu werden. Schon zu Beginn des zweiten Quartals haben die angekündigten Unternehmenszusammenschlüsse und -übernahmen die Marke von einer Billion US-Dollar geknackt – mehr als zur gleichen Zeit im Jahr 2007 – dem bisher besten Jahr im M&A-Geschäft. Aber obwohl bereits einige sehr große Geschäfte abgeschlossen wurden, wie zum Beispiel Shells Übernahme von BG Group für 70 Mrd. US-Dollar, hat es bislang noch keine der Transaktionen in die Top Ten der M&A-Geschichte geschafft. Welche die spektakulärsten M&A-Geschäfte waren? Hier stellen wir sie vor:

 

1. Vodafone AirTouch kauft Mannesmann für 203 Mrd. US-Dollar (1999)

Die feindliche Übernahme des deutschen Traditionsunternehmens durch den britischen Mobilfunk-Wettbewerber sorgte in Deutschland nicht nur für Aufsehen, sondern für Protest. Denn Vodafone AirTouch, die sich 2001 in Vodafone Group umbenannten, wurde durch die Transaktion zu einem der bedeutendsten Marktteilnehmer am deutschen Mobilfunkmarkt. Nach der Übernahme wurde der Mannesmann-Konzern zerlegt und alle Betriebsteile, die der verarbeiteten Industrie angehörten, verkauft.

 

2. America Online (AOL) übernimmt Time Warner für 182 Mrd. US-Dollar (2000)

Zum Höhepunkt des Dotcom-Booms schlossen sich die beiden Unternehmen zum größten Medienhaus der Welt zusammen. Der anschließende Crash in der Branche führte jedoch zu einem Auseinanderbrechen des Konzerns.

 

3. Verizon kauft Vodafones Anteil am Joint Venture Verizon Wireless für 130 Mrd. US-Dollar (2013/14)

Verizon zahlte für den Anteil mit einer Mischung aus Liquidität und Aktien (cash and share deal). Vodafone nutzte den Kapitalzufluss nicht für eine größere Neuinvestition. So konnten sich seine Aktionäre über eine hohe Dividende freuen.

 

4. Altria gliedert Philip Morris International für 113 Mrd. US-Dollar aus (2008)

Altria Group sah für den Zigaretten-Hersteller bessere Wachstumsaussichten außerhalb des US-Marktes, der von spektakulären Klagen heimgesucht wurde. Die Aktien von Philipp Morris International wurden unter anderem an der London Stock Exchange gelistet und Altrias Aktionäre erhielten Anteile am Spin-off.

 

5. RBS übernimmt ABN AMRO für 98 Mrd. US-Dollar (2007)

Die feindliche Übernahme der niederländischen Bank ABN AMRO durch die Royal Bank of Scotland im Konsortium mit Belgiens Fortis Bank und Spaniens Banco Santander wurde in der kurze Zeit später beginnenden Finanzkrise zum Inbegriff des Größenwahns einiger internationaler Banken. Schon ein Jahr später musste die Bank vom Staat gerettet werden. Mittlerweile plant die britische Regierung eine Privatisierung, obwohl die Bank noch immer nicht als komplett saniert gilt.

 

6. AT&T kauft BellSouth Corporation für 89 Mrd. US-Dollar (2006)

Mit der Übernahme des regionalen Telekomunternehmens baute AT&T seine ohnehin schon dominante Rolle im US-amerikanischen Telefonmarkt aus.

 

7. Pfizer übernimmt Warner-Lambert für 89 Mrd. US-Dollar (2000)

In einer der spektakulärsten Übernahmeschlachten konkurrierten Pfizer und American Home Product drei Monate lang um das Pharmaunternehmen Warner-Lambert. Erst nachdem Pfizer eine Entschädigung von 1,8 Mrd. US-Dollar an American Home zahlte, war der Weg zum Zusammenschluss mit Warner-Lambert frei.

 

8. Exxon Corporation und Mobil Corp schließen sich in einer mit 85 Mrd. US-Dollar bewerteten Transaktion zusammen (1998)

Die beiden Ölunternehmen gehörten einst zu John D. Rockefellers Standard Oil Trust. Knapp 90 Jahre nach der staatlich durchgesetzten Zerschlagung des Monopols schlossen sich zwei der zahlreichen Nachfolgeunternehmen zu ExxonMobil zusammen, das heute zu den größten Unternehmen der Welt zählt.

 

9. Royal Dutch Petroleum übernimmt Shell für 80 Mrd. US-Dollar (2004)

Vor der Übernahme gehörte Shell zu 60 Prozent Royal Dutch Petroleum und zu 40 Prozent Shell Transport & Trading. Royal Dutch Petroleum übernahm die Anteile an Shell. Das umbenannte Unternehmen Royal Dutch Shell gehört wie ExxonMobil zu den größten Ölunternehmen der Welt.

 

10. Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham schließen sich in einer mit 79 Mrd. US-Dollar bewerteten Transaktion zusammen (2000)

Der Zusammenschluss der beiden europäischen Unternehmen zu GlaxoSmithKline formte das größte Pharmaunternehmen der Welt.

Interesse an M&A-Geschäft steigt in Österreich

Mergers & Acquisitions, wie das Geschäftsfeld der Fusionen und Unternehmensübernahmen in der Fachwelt oft genannt wird, klingt nach amerikanischen Großkonzernen und Milliarden-Deals. Weltweit mögen die USA die meisten und größten Übernahmen verbuchen. Aber auch in Österreich, fernab vom internationalen Medienrummel, wechseln jährlich Tausende von kleinen und mittelständischen Betrieben ihren Besitzer.

M&A-Geschäft bietet Lösungen zur Unternehmensnachfolge

Früher war die Sache klar: Der Vater vererbte sein Geschäft an den Sohn. Heutzutage haben sich die Kinder jedoch häufig schon eine eigene Karriere aufgebaut, wenn die Unternehmensnachfolge zum Thema wird. Nur noch etwa die Hälfte der Betriebe wird innerhalb der Familie weitergegeben. Deshalb steigt das Interesse an Nachfolgelösungen außerhalb der Familie. Durch den Verkauf an einen langjährigen Manager, einen anderen Unternehmer oder einen Finanzinvestor bleiben Arbeitsplätze erhalten, und der Verkäufer kann sich über ein finanzielles Polster für den Ruhestand freuen.

Im Gastgewerbe finden die meisten Übernahmen statt

Am häufigsten zum Verkauf stehen laut Nachfolgebörse der Wirtschaftskammern Österreichs (WKO) Restaurants und Cafés (29 Prozent), gefolgt von Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit & Schönheit (14 Prozent). Handwerksbetriebe rangieren mit 12 Prozent aller zum Verkauf stehenden Unternehmen auf Platz drei.

Insolvenzrisiko reduzieren: Übernahme statt Gründung

In den nächsten Jahren wird die Anzahl der Unternehmen, die einen Nachfolger außerhalb der Familie suchen, voraussichtlich noch steigen. Allen, die sich gern selbstständig machen wollen, kommt dieser Trend entgegen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer ein etabliertes Unternehmen kauft, vermeidet die Durststrecke der ersten Jahre. Immerhin geht in Österreich fast ein Drittel der neu gegründeten Firmen innerhalb der ersten drei Jahre pleite. Wer ein Unternehmen kauft, dessen Produkte bereits über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügen und das zudem noch einen festen Kundenstamm hat, kann dieses Risiko reduzieren.

Externe Berater helfen bei Verkauf und Übernahme

Ob eine Übernahme erfolgreich ist, hängt weder von der Branche noch von der Unternehmensgröße ab, sondern von den Menschen, die sich bei der Verhandlung gegenübersitzen. Den Verkäufern, die den Betrieb oft selbst gegründet haben, fällt es manchmal schwer loszulassen. Arbeitnehmer, Kunden und Lieferanten sind verunsichert. Um die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen, ist viel Sensibilität gefragt. Deshalb lohnt es sich, auch beim Kauf oder Verkauf kleiner Unternehmen einen externen Berater hinzuzuziehen. Mit Objektivität und professionellem Verhandlungsgeschick vermittelt er zwischen den Parteien und fördert so eine reibungslose Abwicklung der Übernahme.

 

Ihr Leben nach dem Unternehmensverkauf

Wie wir in einem unserer letzten Blogbeiträge festgestellt haben, sollte die Ausstiegsplanung mit der Frage beginnen: Was will ich anschließend tun? Viele Unternehmer empfinden Ihren Betrieb als ihr Lebenswerk und sind so stark in das laufende Geschäft eingebunden, dass es ihnen schwerfällt, sich ein Leben „danach“ vorzustellen. Dabei ist der Unternehmensverkauf keine Sackgasse, die im Nichtstun endet, sondern eröffnet gleich mehrere Alternativen:

 

  • Den Ruhestand genießen

 

Die offensichtlichste Alternative für die meisten ist der Ruhestand. Endlich haben Sie Zeit für Familie und Freunde. Aber Vorsicht! Ihr Partner, Ihre Kinder und Freunde führen auch ein eigenes Leben. Wenn Sie plötzlich beginnen, Ihre frei gewordenen Managementkapazitäten auf Ihr privates Umfeld zu übertragen, treiben Sie Ihnen nahestehende Personen schnell in den Wahnsinn. Viele Unternehmer berichten, dass Sie ein bis zwei Jahre nach Beginn des Ruhestands bereuen, ihr Geschäft verkauft zu haben. Begegnen Sie diesem Risiko, indem Sie sich ein neues Projekt oder Hobby suchen – etwas, das Sie schon immer ausprobieren wollten, wozu Ihnen jedoch bislang die Zeit gefehlt hat.

 

  • Noch einmal von vorn anfangen

 

Viele Käufer bevorzugen es, wenn der Alteigentümer noch eine Weile als Berater an Bord bleibt. So gestaltet sich der Übergang leichter. Der größte Teil der Arbeit dürfte nach etwa sechs Monaten erledigt sein. Nutzen Sie Ihre Beratertätigkeit als Vorbereitungsphase für Ihr nächstes unternehmerisches Vorhaben. Investieren Sie einen Teil Ihres Verkaufserlöses (zwanzig Prozent ist eine gute Startgröße, um finanziell beweglich zu bleiben) und sparen Sie etwa die Hälfte für den Ruhestand. Beginnen Sie noch einmal von vorn, aber dieses Mal mit mehr Erfahrung und weniger finanziellen Sorgen.

 

  • Management Team erweitern und finanziellen Einsatz reduzieren

 

Eine weitere Option ist, nicht komplett auszusteigen, sondern nur den finanziellen Einsatz zu reduzieren. Verkaufen Sie einen Teil Ihres Unternehmens an einen möglichen Nachfolger oder Finanzinvestor und bleiben Sie Mitglied des Management-Teams. Mit Ihrer Erfahrung und den frischen Ideen Ihres neuen Partners können Sie das Unternehmen auf einen neuen Wachstumskurs führen. Bei einem Verkauf an Finanzinvestoren können Gründer bis zu achtzig Prozent des von ihnen geschaffenen Wertes realisieren. Sie bleiben weiterhin mit Ihrem Unternehmen verbunden, tragen das finanzielle Risiko aber nicht mehr allein. Mit dem finanziellen Polster, das Sie sich aus dem Teilverkauf schaffen, können Sie sich und Ihre Familie für den Ruhestand absichern.

 

Wie auch immer Ihre Pläne für die Zeit nach dem Unternehmensverkauf aussehen, unsere Experten bei Pallas Capital beraten Sie gern!