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„Wir finden für Sie den idealen Nachfolger.“ – Florian Koschat, Helmut Kogler (Vorstandsmitglieder)


M&A-Verträge im Mittelstand werden attraktiver für Verkäufer

Die Nachfrage nach gut aufgestellten mittelständischen Unternehmen ist in den letzten Jahren gestiegen. Das nutzen immer mehr Verkäufer, um die M&A-Verträge zu ihren Gunsten zu gestalten. Eine Studie, die die Jahre 2007 bis 2015 umfasst, zeigt, dass M&A-Verträge im Mittelstand zunehmend auch Elemente enthalten, die bislang nur großen Transaktionen vorbehalten waren.
Haftungshöchstgrenzen und Verjährungsfristen sinken

Die Bewertung und der Verkauf eines Unternehmens sind äußerst komplex. Trotz intensiver Due Diligence besteht für den Käufer die Gefahr, dass verdeckte Risiken erst nach der Betriebsübernahme auftauchen und die Zukunftsaussichten und damit auch den Wert der Firma eintrüben. Dagegen sichern sich Käufer ab, indem sie vom Verkäufer Garantien verlangen. Vor einigen Jahren war es üblich, dass Verkäufer von mittelständischen Unternehmen bis zu 24 Monate nach Vertragsabschluss für etwaige Risiken haften mussten. Aufgrund der hohen Nachfrage, die die Unternehmensverkäufer in eine stärkere Verhandlungsposition rückt, haben sich die Verjährungsfristen auf zwölf bis achtzehn Monate verkürzt. Auch die Haftungshöchstgrenzen sind in den letzten Jahren tendenziell gesunken.

W&I-Versicherungen entdecken den Mittelstand

Um sich vor den finanziellen Auswirkungen solcher Garantien zu schützen, können Unternehmensverkäufer eine sogenannte Garantie- und Freistellungsversicherung, auf englisch Warranty and Indemnity Insurance (W&I-Versicherung), abschließen. Dieses Instrument, das bei Megadeals gang und gäbe ist, steht neuerdings auch immer mehr Mittelständlern mit einem Transaktionsvolumen unter 25 Millionen Euro zur Verfügung. Offensichtlich sehen einige Versicherungsgesellschaften in dem bevorstehenden Generationenwechsel in vielen Familienbetrieben einen Marktbereich mit Zukunft. Für die Verkäufer ist das positiv, denn die meisten Mittelständler nutzen den Verkaufspreis, um den eigenen Ruhestand finanziell abzusichern.

Earn-out-Klauseln für den Ausstieg in Raten

Immer mehr Mittelständler lassen sich außerdem den Kaufpreis nicht mehr in einer Summe, sondern in Raten über einen vorher festgelegten Zeitraum auszahlen. Diese Zahlungen werden häufig an bestimmte Entwicklungsziele gekoppelt, zum Beispiel die Umsatz- oder Gewinnentwicklung. Am häufigsten kommt dieses Element derzeit beim Verkauf junger, innovativer Unternehmen ins Spiel, wenn die Gründer weiterhin vom Wachstumspotenzial ihrer Idee profitieren wollen, auch wenn sie selbst sich bereits neuen Projekten zugewandt haben. Interessant ist das aber auch für Unternehmer, die nach dem Verkauf noch einige Zeit als Geschäftsführer oder Berater in der Firma bleiben wollen.


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Zu hohe Renditeerwartungen verderben Übernahmechancen

Es gibt viele Gründe, ein anderes Unternehmen zu kaufen. Aber manchmal gibt es nur einen Grund, warum Firmen sich gegen eine Übernahme entscheiden – wenn die Renditeprognosen nicht den eigenen Erwartungen entsprechen. Liegt das daran, dass die sogenannte Hurdle Rate zu hoch ist, vergeben Firmen damit attraktive Wachstumschancen.
Kapitalkosten und Risikoprämie bestimmen Renditeerwartungen

Die Rendite ist ohne Zweifel ein wichtiges Kriterium, das bei der Übernahme eines anderen Unternehmens berücksichtigt werden muss. Schließlich muss der Unternehmenskauf finanziert werden. Dabei geht es nicht nur um die Kosten für eine Kreditaufnahme. Auch Eigenkapital kostet Geld, und die Renditeerwartungen von Eigenkapitalgebern sind in der Regel deutlich höher als die von Kreditgebern. Schließlich tragen sie das komplette unternehmerische Risiko. Aus diesem Grund muss die Übernahme eines fremden Unternehmens mindestens eine solche Rendite erwarten lassen, dass die Kapitalkosten gedeckt sind.
Zusätzlich fordern die Käufer eine Risikoprämie. Eine Unternehmensübernahme ist, wie auch andere unternehmerische Entscheidungen, mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet. Je nach Branche und individueller Unternehmenssituation können die Risikoprämien dabei enorm schwanken.

Kapitalkosten sind stark gesunken – Hurdle Rates kaum

In den vergangenen Jahren sind die Kosten, sowohl für Fremdkapital als auch für Eigenkapital enorm gesunken. Dennoch halten viele Firmen immer noch an ihren alten Hurdle Rates fest und verpassen damit gute Gelegenheiten, die eigene Position durch strategische Übernahmen zu verbessern. Dabei übersehen sie, dass viele solide Unternehmen nur in Zeiten hoher Bewertungen (und daraus resultierenden niedrigen Renditen) an den Markt kommen. Insbesondere in Marktnischen, in denen es nur wenige attraktive Übernahmekandidaten gibt, sollten Firmen, die expandieren wollen, deshalb ihre eigenen Renditeerwartungen überdenken.

Warum sich Übernahmen auch zu niedrigeren Renditen lohnen

Bei einer strategischen Übernahme sollte die Rendite ohnehin nur ein zweitrangiger Faktor sein. Viel wichtiger sind Fragen wie:
• Welche Synergieeffekte ergeben sich?
• Wie verändert sich mein Marktanteil?
• Kann ich durch die Übernahme eine höhere Produktionstiefe erreichen und deshalb effizienter produzieren?
• Kann ich meinen Kunden durch die Übernahme ein umfassenderes Angebot machen?
• Ermöglicht mir eine Übernahme die Expansion in einen neuen Markt und damit höhere Wachstumsaussichten?

Pallas Capital unterstützt Sie bei der Suche nach geeigneten Übernahmekandidaten im In- und Ausland und hilft Ihnen auch bei der Beurteilung von Unternehmenswerten und angemessenen Renditen.


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Robuster M&A-Markt im ersten Halbjahr 2016

Nach dem Rekordjahr 2015 hat sich der Markt für Unternehmensübernahmen in der ersten Jahreshälfte 2016 etwas abgekühlt. Ein Grund dafür sind die gestiegenen politischen und wirtschaftlichen Risiken, ein anderer, dass der Markt bislang weniger Megadeals gesehen hat als im Vorjahr. Angebot und Nachfrage bei kleineren Transaktionen sind jedoch weiterhin robust. Hier ein Überblick über die wichtigsten Themen im M&A-Markt.
Chinesische Unternehmen auf Einkaufstour

Die Wirtschaftsdaten aus China sind derzeit alles andere als rosig. Dem M&A-Markt in der D-A-CH-Region (Deutschland-Österreich-Schweiz) haben die Chinesen in diesem Jahr jedoch Flügel verliehen. Im Februar bot der chinesische Staatskonzern ChemChina 43 Mrd. US-Dollar für den Schweizer Saatgutproduzenten Syngenta – der bislang größte Zukauf eines chinesischen Unternehmens im Ausland. Hinzu kamen über zwanzig kleinere Transaktionen, wie beispielsweise die Übernahme des deutschen Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Haushaltsgerätehersteller Midea für 4,3 Mrd. Euro.

Agrarbranche dominierte internationales M&A-Geschäft

Den Preis für den aufsehenerregendsten Deal bekommt hingegen Bayer. Ob das deutsche Chemieunternehmen den US-Hersteller von gentechnischem Saatgut Monsanto tatsächlich verdauen kann, wird sich erst zeigen. Die Due Diligence für die 62 Mrd. US-Dollar schwere Transaktion läuft noch. Die Bayer-Aktie ist seit Bekanntwerden der Übernahmegespräche um über 20 Prozent eingebrochen. Monsanto gehört zu den umstrittensten Unternehmen und wird weltweit immer wieder von Demonstranten gegen gentechnisch manipulierte Lebensmittel ins Visier genommen. Hinzu kommt, dass drei Viertel des Kaufpreises fremdfinanziert werden. Investoren in bereits bestehende Anleihen fürchten um das Investmentgrade-Rating ihrer Geldanlage. Was Investor-Relations angeht, hat Bayer sicherlich noch Einiges zu lernen.

Grenzüberschreitende Transaktionen nehmen zu – auch in Österreich

Österreichische Unternehmen erhalten seit einigen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit von ausländischen Käufern. 2015 überstieg die Anzahl der Zukäufe aus dem Ausland sogar die der Übernahmen ausländischer Unternehmen durch Österreicher. Das liegt aber laut einer Umfrage der Unternehmensberatung EY nicht daran, dass österreichische Unternehmen nicht ins Ausland expandieren wollen. Im Gegenteil, 29 Prozent aller österreichischen Unternehmen, die zukaufen wollen, sehen sich in Nachbarländern nach Übernahmekandidaten um, 41 Prozent schauen sogar in fernere Länder. Welche Chancen die Übernahme eines ausländischen Unternehmens bringt und was es dabei zu beachten gibt, haben wir Ihnen bereits in unserem Mai-Newsletter gezeigt.

Ausblick

Ob der M&A-Markt 2016 noch an das Rekordniveau des Vorjahres anknüpfen kann, ist fraglich. Die zuletzt wenig ermutigenden Zahlen zur Weltwirtschaft, der Nahostkonflikt und das bevorstehende Referendum in Großbritannien über die EU-Mitgliedschaft, haben den Appetit auf Unternehmensübernahmen in den letzten Monaten gedämpft. Dass über die Hälfte aller österreichischen Familienunternehmen innerhalb der nächsten drei Jahre einen Generationswechsel anstrebt, sollte aber zumindest hierzulande für Aktivität sorgen. Wenn auch Sie zu den Unternehmern zählen, die in nächster Zeit den Ausstieg planen, lesen Sie unseren Newsletter zum Thema Nachfolgeregelung.


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Mit dem richtigen Personalmanagement den Unternehmenswert steigern

Wer ein Unternehmen kauft, ist in der Regel nicht nur an Produkten und Kunden interessiert. Das wahre Potenzial einer Firma liegt in der Fähigkeit, immer neue zukunftsweisende Ideen zu entwickeln. Und dafür braucht sie qualifiziertes und motiviertes Personal. Im Mittelstand kommt das Personalmanagement jedoch häufig zu kurz. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf es bei der langfristigen Personalplanung ankommt.

In mittelständischen Unternehmen ist der Gründer und Inhaber häufig der wichtigste Impulsgeber. Gleichzeitig trägt das Kapital, das im Betrieb steckt, oft den größten Teil zur Altersvorsorge des Geschäftsführers bei. Scheidet er aus, geht der Firma jedoch ihr wichtigster Kopf verloren, was aus Sicht des Käufers eine Wertminderung darstellt. Es liegt also im Interesse des Firmeninhabers, schon frühzeitig wichtige Schlüsselpositionen im Unternehmen mit fähigen Leuten zu besetzen, die den Betrieb auch ohne ihn erfolgreich weiterführen können.

Schritt 1: Talente erkennen

Personalmanagement ist mehr, als einmal im Monat eine Lohn- oder Gehaltsabrechnung zu erstellen. Um Talente zu erkennen, sollten ein- bis zweimal pro Jahr die Leistungen aller Mitarbeiter beurteilt werden. Neben den persönlichen Ergebnisbeiträgen ist es auch wichtig, die sogenannten Soft Skills, wie Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick oder Networking zu bewerten. Um eine möglichst objektive Einschätzung über die Talente und das Entwicklungspotenzial einzelner Arbeitnehmer zu erhalten, sollten mehrere Personen in dem Prozess mitwirken. Dazu gehören ein qualifizierter Personalentwickler, der unmittelbare Vorgesetzte in der jeweiligen Abteilung und – wenn es um die Identifizierung von Nachwuchskräften geht – der Geschäftsführer selbst. Schließlich geht es um die langfristige Besetzung strategisch wichtiger Positionen.

Schritt 2: Talente fördern

Im nächsten Schritt muss ein Entwicklungsplan aufgestellt werden, der talentierten Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, die für die angestrebte Schlüsselposition notwendigen Kompetenzen zu entwickeln. So können zum Beispiel in abgeschlossenen Projekten erste Managementerfahrungen gesammelt werden. Hier sollten die Anwärter jedoch nicht einfach nur ins kalte Wasser geworfen werden. Ideal ist eine Begleitung durch gezielte Coaching-Maßnahmen und regelmäßiges Feedback. Auch Erfahrungen außerhalb des eigenen Kompetenzbereiches sind wichtig. „Kaminkarrieren“, bei denen Nachwuchskräfte nur innerhalb ihrer eigenen Abteilung aufsteigen, sind keine ausreichende Vorbereitung, um irgendwann einmal die Geschicke eines ganzen Geschäftsbereichs oder vielleicht sogar der ganzen Firma zu lenken.


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Mit einem guten Berater wäre das nicht passiert

Ob Thomas Edison oder Mark Zuckerberg – Erfolg ist nicht nur das Ergebnis einer guten Idee, sondern vor allem die Belohnung für eine unerschütterliche Entschlossenheit und die Bereitschaft, auch mal riskante Entscheidungen zu treffen. Wer dabei allerdings kein Gespür dafür hat, wie Erfolg versprechend eine neue Geschäftsidee ist, verliert möglicherweise alles oder verpasst die Chance seines Lebens – wie die Herren, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen. Sie hatten die Möglichkeit, Teil von etwas ganz Großem zu werden, und haben es nicht erkannt. Hätten sie einen guten Berater an ihrer Seite gehabt, wären diese Männer heute vielleicht reich und berühmt.
Walter Hunt – der Erfinder der Sicherheitsnadel

Nadeln zum Verschließen von Kleidungsstücken gibt es bereits seit der Antike. Allerdings sorgten ihre spitzen Enden bei unbedachten Bewegungen häufig für Verletzungen – bis Walter Hunt 1849 die Sicherheitsnadel erfand, bei der die Spitze sicher in einem abgerundeten Ende ruhte. Walter Hunt war ein einfallsreicher Mechaniker, der zahlreiche Erfindungen machte, der es jedoch nie schaffte, selbst den finanziellen Erfolg aus ihnen zu schöpfen. Im Falle der Sicherheitsnadel verkaufte er das Patent für 400 Dollar an einen Freund, dem er Geld schuldete. Anstatt Multimillionär zu werden, starb er 1859 in Armut.

Jacob Davis – der Mann, der die erste Jeans anfertigte

Jacob Davis emigrierte mit etwa 16 Jahren aus Lettland in die USA. Nachdem er 20 Jahre lang im Land umhergereist war und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten hatte, ließ er sich 1870 in Reno (Nevada) als Schneider nieder, wo er unter anderem auch Zelte, Pferdedecken und anderes strapazierfähiges Zubehör herstellte. Auf Anfrage nähte er eine strapazierfähige Hose aus einem zähen Baumwollstoff und verstärkte sie durch Metallnieten. So entstand die erste Jeans. Die Idee wurde schnell von der Konkurrenz aufgegriffen. Da Jacob Davis jedoch selbst nicht die 68 Dollar für eine Patentanmeldung besaß, bat er seinen Stofflieferanten Levi Strauss, das zu tun. Davis wurde dafür im Unternehmen angestellt, um die Überseeproduktion zu koordinieren. So hatte er ein gesichertes Einkommen. Reich und berühmt aber wurde Levi Strauss.

Ron Wayne – der „vergessene“ dritte Mann bei Apple

Ron Wayne gründete 1976 gemeinsam mit Steve Wozniak und Steve Jobs das IT-Unternehmen Apple. Die drei Gründer kannten sich vom gemeinsamen Arbeitgeber Atari. Ron Wayne schrieb den ersten Gesellschaftsvertrag nieder und hielt selbst einen Anteil von zehn Prozent. Nur elf Tage nach der Gründung bekam Wayne jedoch kalte Füße. Er hatte zuvor bereits zweimal Schiffbruch mit einem Unternehmen erlitten und die persönliche Haftung bei der neu gegründeten Gesellschaft war ihm zu hoch. Er verkaufte seine Anteile für insgesamt 2.300 US-Dollar und kehrte zu seinem alten Arbeitgeber zurück. Heute wären sie über 50 Milliarden US-Dollar wert gewesen.

Norbert Venohr – Mitbegründer des Wacken Open-Air-Festivals

Im Jahr 1990 organisierten einige junge Männer in dem kleinen, deutschen Örtchen Wacken ihr eigenes Open-Air-Festival. Zum ersten Heavy-Metal-Konzert kamen 800 Besucher und zahlten zwölf Euro pro Karte. Mittlerweile pilgern jedes Jahr 75.000 Metal-Fans aus aller Welt nach Wacken und die Firma, die die Organisatoren gegründet haben, nimmt jährlich mehr als 15 Millionen Euro ein. Mitbegründer Norbert Venohr hat davon allerdings nichts, denn der Familienvater stieg aus, als das Event immer größer wurde.

Chris Hill-Scott – der SwiftKey-Aussteiger

Chris Hill-Scott ist einer der drei Gründer von Swiftkey. Die drei Cambridge-Studenten hatten das Startup im August 2008 gegründet, um eine lernfähige Tastatur für das Smartphone zu entwickeln. Hill-Scott kündigte jedoch zwei Monate später. Statt lange Arbeitszeiten für wenig Geld in eine ungewisse Geschäftsidee zu investieren, suchte er sich lieber einen sicheren Job mit geregelten Arbeitszeiten bei einer britischen Behörde. Er verkaufte seine Unternehmensanteile an seine beiden Mitgründer für ein Fahrrad. Anfang 2016 kaufte Microsoft die App namens SwiftKey für 250 Millionen US-Dollar. Der Programmierer sagt heute ganz offen, dass der Ausstieg der größte Fehler seines Lebens war.


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Nachfolgeregelung: Besser zu früh als zu spät

Florian Koschat - Dealmaker

Familienunternehmen sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Sie produzieren rund 58 Prozent aller betrieblichen Umsätze. Aktuellen Umfragen zufolge will die Hälfte von ihnen den Betrieb bis zum Jahr 2019 an die nächste Generation weitergeben. Allerdings haben bislang nur etwa 22 Prozent einen soliden Plan für die Nachfolgeregelung. Deshalb widmen wir uns einmal mehr diesem wichtigen Thema und beantworten die folgenden Fragen:

1. Warum findet nur die Hälfte aller Familienunternehmen einen Nachfolger?
2. Welche Nachfolgelösungen stehen Ihnen zur Verfügung?
3. Wann ist der beste Zeitpunkt, mit der Nachfolgeplanung zu beginnen?
4. Wie wird Ihr Unternehmen fit für die Nachfolge?
5. Wie finden Sie einen geeigneten Nachfolger?

5 Antworten auf den Punkt gebracht

Warum findet nur die Hälfte aller Familienunternehmen einen Nachfolger?

Das Problem bei vielen Familienunternehmen ist, dass die Inhaber viel zu spät beginnen, sich über die Nachfolge Gedanken zu machen. Bei den meisten österreichischen Firmen ist die Nachfolgeregelung gleichbedeutend mit der Ruhestandsplanung. Die Unternehmer fühlen sich ihrem Betrieb jedoch verbunden und können sich auch jenseits der 60 einen Ausstieg noch nicht vorstellen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Schließlich gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass die Leistungsfähigkeit im Alter nicht unbedingt nachlassen muss. Wenn der Geschäftsführer jedoch plötzlich krankheitsbedingt ausfällt oder gar verstirbt, kommt es ohne einen kompetenten Nachfolger zur Unternehmenskrise.

Vielen Familienbetrieben mangelt es an Zukunftsfähigkeit

Familienfirmen sind oft von einer patriarchalischen Führungsstruktur gekennzeichnet. Der anfängliche Erfolg ist eine Bestätigung für den Gründer. Das macht ihn in den späteren Jahren automatisch weniger empfänglich für neue Ideen. So halten die Betriebe lange an Altbekanntem fest und verpassen den Anschluss an neue Marktentwicklungen. Ein Blick auf Unternehmen, die einen Nachfolger suchen, zeigt: Kaum eines ist innovativ, und viele schrumpfen schon seit Jahren. Das sind keine guten Voraussetzungen, einen Kaufinteressenten zu finden.

Welche Nachfolgelösungen stehen Ihnen zur Verfügung?

Geschäftsführer von Familienunternehmen wünschen sich meist, dass der Betrieb auch nach ihrem Ausstieg in Familienhand bleibt. Aber nicht immer ist Vererben die beste Lösung. Die Erbschaft kann zu Familienzwistigkeiten führen, wenn es beispielsweise mehrere potenzielle Kandidaten für die Nachfolge gibt. Oder den Kindern fehlt das unternehmerische Geschick, was für die Zukunft der Firma fatal ist. In unserem Blogbeitrag „Vererben oder verkaufen?“ haben wir Ihnen bereits die Vor- und Nachteile beider Strategien erläutert.

Es gibt mehrere Verkaufsstrategien, die sich lohnen können

In mehr als der Hälfte der Fälle haben die Geschäftsinhaber ohnehin keine Wahl, denn immer mehr Kinder verfolgen lieber eigene Karriereziele als jahrelang im Schatten der Eltern zu stehen. Wenn ein Verkauf die einzige Möglichkeit ist – wer soll das Unternehmen dann erwerben? Hier gibt es mehrere Alternativen:

• Übernahme durch einen unternehmensinternen Manager (Management-Buy-out)
• Übernahme durch einen externen Manager (Managament-Buy-in)
• Verkauf an einen strategischen Investor (z. B. ein konkurrierendes Unternehmen)
• Verkauf an einen Finanzinvestor

Wann ist der beste Zeitpunkt, mit der Nachfolgeplanung zu beginnen?

Es ist ratsam, die Nachfolge von langer Hand vorzubereiten. Die Übergabe eines Unternehmens ist eine komplexe Angelegenheit, und die Marktbedingungen unterliegen ständigen Veränderungen. Wer einen soliden Plan hat, kann den Ausstiegszeitpunkt und damit auch den Verkaufspreis optimieren. Die Vorbereitung der Nachfolge muss dabei nicht automatisch im Ruhestand enden. Bei einem Teilausstieg verkauft der Geschäftsführer sein Unternehmen ganz oder teilweise, ohne gleich die Verantwortung abzugeben. Das hat den Vorteil, dass der Unternehmer seine finanziellen Rücklagen für den Ruhestand diversifizieren und sich so gegen negative Marktentwicklungen absichern kann.

Langfristige Planung erhöht die Erfolgsaussichten

Ein Unternehmen ist nicht nur eine Produktionsstätte, sondern auch ein soziales Gebilde. Ein potenzieller Käufer interessiert sich vor allem für bestehende Kundenkontakte. Aber auch Lieferantenbeziehungen sowie das Arbeitsklima, die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter sind essenziell für den zukünftigen Erfolg. Zwischenmenschliche Beziehungen baut man nicht über Nacht auf. Deshalb wissen es viele Käufer zu schätzen, wenn der alte Geschäftsführer noch eine Weile an Bord bleibt, während sich der Nachfolger einarbeitet. Vor allem aber bietet eine langfristige Planung die Möglichkeit, sich frühzeitig auf Stärken zu fokussieren und Schwächen abzubauen. So wirkt das Unternehmen bei der Suche eines Nachfolgers attraktiver.

Wie wird Ihr Unternehmen fit für die Nachfolge?

Wie vieles bei der Unternehmensführung beginnt die Nachfolgeregelung mit einem Plan. Der Geschäftsführer sollte sich zuerst überlegen, wie er sich den Ausstieg vorstellt. Dazu gehört auch, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Leben nach dem Ausstieg aussehen soll. Schließlich bestimmt das, wie viele finanzielle Rücklagen benötigt werden. Ausgehend von diesem Ziel können konkrete Maßnahmen in Gang gesetzt werden, um das Unternehmen auf die Nachfolge vorzubereiten. Je länger dabei der Zeithorizont, desto besser. Vielleicht wollen Sie Fuß in einem neuen Markt fassen oder ein unprofitables Geschäftsfeld abstoßen. Der Erfolg solcher Veränderungen ist oft erst nach mehreren Jahren sichtbar.

Die Vorbereitung für die Nachfolge hat viele Dimensionen

Neben der Anpassung der Unternehmensstrategie müssen selbstverständlich auch die formalen Voraussetzungen für die Nachfolge geschaffen werden. Bei inhabergeführten Firmen vermischen sich die private und die betriebliche Sphäre häufig. Sobald Sie beginnen, den Ausstieg aktiv vorzubereiten, sollten Sie hier klare Grenzen ziehen. Besonders langwierig gestaltet sich dies, wenn Wohnsitz und Betriebsgelände eine Einheit bilden. Weitere Faktoren, die Sie bei der Vorbereitung berücksichtigen müssen, sind:

• Sind alle Verträge (Gesellschaftsverträge, Lieferantenverträge, Arbeitsverträge, etc.) rechtwirksam, und was gibt es hier bei der Nachfolge zu beachten?
• Sind Patente und Lizenzen ordnungsgemäß angemeldet?
• Ist die Finanzierung solide und gibt es langfristige Finanzierungszusagen?

Wie finden Sie einen geeigneten Nachfolger?

Die Wirtschaftskammern Österreich (WKO) haben erkannt, wie brisant das Thema Nachfolge für die österreichische Wirtschaft ist, und haben eine Nachfolgebörse eingerichtet. Hier können Unternehmer ihren Betrieb ausschreiben und Käufer nach interessanten Übernahmekandidaten suchen. Allerdings ist der Verkauf einer Firma nicht mit der normalen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens vergleichbar. Viele Firmeninhaber verkaufen nur einmal im Leben ein Unternehmen. Es fehlt ihnen entsprechend an der Erfahrung, einen fairen Unternehmenswert zu ermitteln, von den rechtlichen und steuerlichen Auswirkungen einer solchen Transaktion ganz zu schweigen.

Ein M&A-Berater unterstützt Sie während des gesamten Prozesses

M&A-Berater verfügen über ein weitreichendes Netzwerk, das bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger unentbehrlich ist. Darüber hinaus haben sie auch Kontakte zu Finanzinvestoren, die bei der Finanzierung eines Unternehmenskaufs helfen. Es lohnt sich aber, einen M&A-Berater schon vor der aktiven Suche nach einem Nachfolger einzuschalten. Die Experten für Unternehmenskäufe kennen die Marktlage und können Ihnen dabei behilflich sein, Ihr Unternehmen für einen Verkauf richtig vorzubereiten und dadurch den Kaufpreis zu maximieren.

Wenn auch Sie in den nächsten Jahren einen Nachfolger für Ihr Unternehmen suchen, stehen Ihnen unsere Spezialisten gerne mit Rat und Tat zur Seite. Rufen Sie uns an unter: +43 (1) 33636668


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Hohe Kapitalreserven stärken M&A-Geschäft

In den letzten Monaten hat die griechische Schuldenkrise die europäische Wirtschaft in Atem gehalten. Kein Wunder, dass viele Unternehmen zurückhaltend bleiben, wenn es um größere Investitionen geht. Lieber halten sie ihr Geld zusammen, um im Falle einer neuen Rezession gewappnet zu sein. Allerdings führt die Sparsamkeit der Betriebe in einen Teufelskreis, denn ohne Investitionen fehlt der Wirtschaft ein entscheidender Wachstumsimpuls.

 

 

Seit der Finanzkrise von 2008 horten Unternehmen Geld

Der Zusammenbruch von Lehman Brothers im Jahr 2008 wirkt bis heute nach. Damals drehten Banken den Unternehmen über Nacht den Geldhahn zu. Um sich von der Kreditfinanzierung unabhängiger zu machen, haben viele Firmen ihre Überschüsse seitdem gespart, anstatt zu investieren. Die fünf größten Dax-Unternehmen haben ihre Barreserven seit 2007 um etwa zwei Drittel erhöht. Und auch im Mittelstand hat sich Umfragen zufolge das Reservepolster nahezu verdoppelt.

 

Barreserven wecken Begehrlichkeiten

Weder Anteilseigner noch Wirtschaftspolitiker sind jedoch über die hohe Liquidität erfreut. Auch wenn Kapitalreserven ein Unternehmen widerstandsfähiger machen, sehen viele in dem derzeitigen Ausmaß totes Kapital. Regierungen wollen mehr Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze. Und Aktionäre wollen, dass das Unternehmen ihr Geld entweder in renditestarke Projekte investiert oder die Überschüsse auszahlt. Immer häufiger nehmen die Aktivisten unter den Investoren die hohen Liquiditätsbestände der Betriebe aufs Korn und setzen Sonderausschüttungen oder Aktienrückkäufe durch.

 

Amerikanische IT-Unternehmen halten größte Liquiditätsreserven

Die hohe Liquidität in Unternehmen ist nicht nur ein europäisches Phänomen. Die größten Barreserven der Welt halten die vier US-amerikanischen IT-Giganten Apple (ca. 144 Mrd. Euro), Microsoft (ca. 80 Mrd. Euro), Google (ca. 60 Mrd. Euro) und Oracle (ca. 36 Mrd. Euro). Die Barreserven der vier Unternehmen übersteigen zusammen sogar die Schulden Griechenlands. Allerdings liegt ein großer Teil der amerikanischen Liquidität im Ausland und wird dort auch bleiben, weil Vater Staat bei der Einfuhr internationaler Erträge bis zu 35 Prozent Steuern erhebt. Da verwenden die Firmen ihr Geld lieber, um andere Unternehmen in ihren Zielmärkten zu kaufen, wie der Anstieg der M&A-Aktivität seit Jahresbeginn zeigt.


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Die größten M&A-Transaktionen aller Zeiten

2015 scheint zum Rekordjahr für M&A-Transaktionen zu werden. Schon zu Beginn des zweiten Quartals haben die angekündigten Unternehmenszusammenschlüsse und -übernahmen die Marke von einer Billion US-Dollar geknackt – mehr als zur gleichen Zeit im Jahr 2007 – dem bisher besten Jahr im M&A-Geschäft. Aber obwohl bereits einige sehr große Geschäfte abgeschlossen wurden, wie zum Beispiel Shells Übernahme von BG Group für 70 Mrd. US-Dollar, hat es bislang noch keine der Transaktionen in die Top Ten der M&A-Geschichte geschafft. Welche die spektakulärsten M&A-Geschäfte waren? Hier stellen wir sie vor:

 

1. Vodafone AirTouch kauft Mannesmann für 203 Mrd. US-Dollar (1999)

Die feindliche Übernahme des deutschen Traditionsunternehmens durch den britischen Mobilfunk-Wettbewerber sorgte in Deutschland nicht nur für Aufsehen, sondern für Protest. Denn Vodafone AirTouch, die sich 2001 in Vodafone Group umbenannten, wurde durch die Transaktion zu einem der bedeutendsten Marktteilnehmer am deutschen Mobilfunkmarkt. Nach der Übernahme wurde der Mannesmann-Konzern zerlegt und alle Betriebsteile, die der verarbeiteten Industrie angehörten, verkauft.

 

2. America Online (AOL) übernimmt Time Warner für 182 Mrd. US-Dollar (2000)

Zum Höhepunkt des Dotcom-Booms schlossen sich die beiden Unternehmen zum größten Medienhaus der Welt zusammen. Der anschließende Crash in der Branche führte jedoch zu einem Auseinanderbrechen des Konzerns.

 

3. Verizon kauft Vodafones Anteil am Joint Venture Verizon Wireless für 130 Mrd. US-Dollar (2013/14)

Verizon zahlte für den Anteil mit einer Mischung aus Liquidität und Aktien (cash and share deal). Vodafone nutzte den Kapitalzufluss nicht für eine größere Neuinvestition. So konnten sich seine Aktionäre über eine hohe Dividende freuen.

 

4. Altria gliedert Philip Morris International für 113 Mrd. US-Dollar aus (2008)

Altria Group sah für den Zigaretten-Hersteller bessere Wachstumsaussichten außerhalb des US-Marktes, der von spektakulären Klagen heimgesucht wurde. Die Aktien von Philipp Morris International wurden unter anderem an der London Stock Exchange gelistet und Altrias Aktionäre erhielten Anteile am Spin-off.

 

5. RBS übernimmt ABN AMRO für 98 Mrd. US-Dollar (2007)

Die feindliche Übernahme der niederländischen Bank ABN AMRO durch die Royal Bank of Scotland im Konsortium mit Belgiens Fortis Bank und Spaniens Banco Santander wurde in der kurze Zeit später beginnenden Finanzkrise zum Inbegriff des Größenwahns einiger internationaler Banken. Schon ein Jahr später musste die Bank vom Staat gerettet werden. Mittlerweile plant die britische Regierung eine Privatisierung, obwohl die Bank noch immer nicht als komplett saniert gilt.

 

6. AT&T kauft BellSouth Corporation für 89 Mrd. US-Dollar (2006)

Mit der Übernahme des regionalen Telekomunternehmens baute AT&T seine ohnehin schon dominante Rolle im US-amerikanischen Telefonmarkt aus.

 

7. Pfizer übernimmt Warner-Lambert für 89 Mrd. US-Dollar (2000)

In einer der spektakulärsten Übernahmeschlachten konkurrierten Pfizer und American Home Product drei Monate lang um das Pharmaunternehmen Warner-Lambert. Erst nachdem Pfizer eine Entschädigung von 1,8 Mrd. US-Dollar an American Home zahlte, war der Weg zum Zusammenschluss mit Warner-Lambert frei.

 

8. Exxon Corporation und Mobil Corp schließen sich in einer mit 85 Mrd. US-Dollar bewerteten Transaktion zusammen (1998)

Die beiden Ölunternehmen gehörten einst zu John D. Rockefellers Standard Oil Trust. Knapp 90 Jahre nach der staatlich durchgesetzten Zerschlagung des Monopols schlossen sich zwei der zahlreichen Nachfolgeunternehmen zu ExxonMobil zusammen, das heute zu den größten Unternehmen der Welt zählt.

 

9. Royal Dutch Petroleum übernimmt Shell für 80 Mrd. US-Dollar (2004)

Vor der Übernahme gehörte Shell zu 60 Prozent Royal Dutch Petroleum und zu 40 Prozent Shell Transport & Trading. Royal Dutch Petroleum übernahm die Anteile an Shell. Das umbenannte Unternehmen Royal Dutch Shell gehört wie ExxonMobil zu den größten Ölunternehmen der Welt.

 

10. Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham schließen sich in einer mit 79 Mrd. US-Dollar bewerteten Transaktion zusammen (2000)

Der Zusammenschluss der beiden europäischen Unternehmen zu GlaxoSmithKline formte das größte Pharmaunternehmen der Welt.


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Interesse an M&A-Geschäft steigt in Österreich

Mergers & Acquisitions, wie das Geschäftsfeld der Fusionen und Unternehmensübernahmen in der Fachwelt oft genannt wird, klingt nach amerikanischen Großkonzernen und Milliarden-Deals. Weltweit mögen die USA die meisten und größten Übernahmen verbuchen. Aber auch in Österreich, fernab vom internationalen Medienrummel, wechseln jährlich Tausende von kleinen und mittelständischen Betrieben ihren Besitzer.

M&A-Geschäft bietet Lösungen zur Unternehmensnachfolge

Früher war die Sache klar: Der Vater vererbte sein Geschäft an den Sohn. Heutzutage haben sich die Kinder jedoch häufig schon eine eigene Karriere aufgebaut, wenn die Unternehmensnachfolge zum Thema wird. Nur noch etwa die Hälfte der Betriebe wird innerhalb der Familie weitergegeben. Deshalb steigt das Interesse an Nachfolgelösungen außerhalb der Familie. Durch den Verkauf an einen langjährigen Manager, einen anderen Unternehmer oder einen Finanzinvestor bleiben Arbeitsplätze erhalten, und der Verkäufer kann sich über ein finanzielles Polster für den Ruhestand freuen.

Im Gastgewerbe finden die meisten Übernahmen statt

Am häufigsten zum Verkauf stehen laut Nachfolgebörse der Wirtschaftskammern Österreichs (WKO) Restaurants und Cafés (29 Prozent), gefolgt von Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit & Schönheit (14 Prozent). Handwerksbetriebe rangieren mit 12 Prozent aller zum Verkauf stehenden Unternehmen auf Platz drei.

Insolvenzrisiko reduzieren: Übernahme statt Gründung

In den nächsten Jahren wird die Anzahl der Unternehmen, die einen Nachfolger außerhalb der Familie suchen, voraussichtlich noch steigen. Allen, die sich gern selbstständig machen wollen, kommt dieser Trend entgegen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer ein etabliertes Unternehmen kauft, vermeidet die Durststrecke der ersten Jahre. Immerhin geht in Österreich fast ein Drittel der neu gegründeten Firmen innerhalb der ersten drei Jahre pleite. Wer ein Unternehmen kauft, dessen Produkte bereits über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügen und das zudem noch einen festen Kundenstamm hat, kann dieses Risiko reduzieren.

Externe Berater helfen bei Verkauf und Übernahme

Ob eine Übernahme erfolgreich ist, hängt weder von der Branche noch von der Unternehmensgröße ab, sondern von den Menschen, die sich bei der Verhandlung gegenübersitzen. Den Verkäufern, die den Betrieb oft selbst gegründet haben, fällt es manchmal schwer loszulassen. Arbeitnehmer, Kunden und Lieferanten sind verunsichert. Um die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen, ist viel Sensibilität gefragt. Deshalb lohnt es sich, auch beim Kauf oder Verkauf kleiner Unternehmen einen externen Berater hinzuzuziehen. Mit Objektivität und professionellem Verhandlungsgeschick vermittelt er zwischen den Parteien und fördert so eine reibungslose Abwicklung der Übernahme.


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Ihr Leben nach dem Unternehmensverkauf

Wie wir in einem unserer letzten Blogbeiträge festgestellt haben, sollte die Ausstiegsplanung mit der Frage beginnen: Was will ich anschließend tun? Viele Unternehmer empfinden Ihren Betrieb als ihr Lebenswerk und sind so stark in das laufende Geschäft eingebunden, dass es ihnen schwerfällt, sich ein Leben „danach“ vorzustellen. Dabei ist der Unternehmensverkauf keine Sackgasse, die im Nichtstun endet, sondern eröffnet gleich mehrere Alternativen:

 

  • Den Ruhestand genießen

 

Die offensichtlichste Alternative für die meisten ist der Ruhestand. Endlich haben Sie Zeit für Familie und Freunde. Aber Vorsicht! Ihr Partner, Ihre Kinder und Freunde führen auch ein eigenes Leben. Wenn Sie plötzlich beginnen, Ihre frei gewordenen Managementkapazitäten auf Ihr privates Umfeld zu übertragen, treiben Sie Ihnen nahestehende Personen schnell in den Wahnsinn. Viele Unternehmer berichten, dass Sie ein bis zwei Jahre nach Beginn des Ruhestands bereuen, ihr Geschäft verkauft zu haben. Begegnen Sie diesem Risiko, indem Sie sich ein neues Projekt oder Hobby suchen – etwas, das Sie schon immer ausprobieren wollten, wozu Ihnen jedoch bislang die Zeit gefehlt hat.

 

  • Noch einmal von vorn anfangen

 

Viele Käufer bevorzugen es, wenn der Alteigentümer noch eine Weile als Berater an Bord bleibt. So gestaltet sich der Übergang leichter. Der größte Teil der Arbeit dürfte nach etwa sechs Monaten erledigt sein. Nutzen Sie Ihre Beratertätigkeit als Vorbereitungsphase für Ihr nächstes unternehmerisches Vorhaben. Investieren Sie einen Teil Ihres Verkaufserlöses (zwanzig Prozent ist eine gute Startgröße, um finanziell beweglich zu bleiben) und sparen Sie etwa die Hälfte für den Ruhestand. Beginnen Sie noch einmal von vorn, aber dieses Mal mit mehr Erfahrung und weniger finanziellen Sorgen.

 

  • Management Team erweitern und finanziellen Einsatz reduzieren

 

Eine weitere Option ist, nicht komplett auszusteigen, sondern nur den finanziellen Einsatz zu reduzieren. Verkaufen Sie einen Teil Ihres Unternehmens an einen möglichen Nachfolger oder Finanzinvestor und bleiben Sie Mitglied des Management-Teams. Mit Ihrer Erfahrung und den frischen Ideen Ihres neuen Partners können Sie das Unternehmen auf einen neuen Wachstumskurs führen. Bei einem Verkauf an Finanzinvestoren können Gründer bis zu achtzig Prozent des von ihnen geschaffenen Wertes realisieren. Sie bleiben weiterhin mit Ihrem Unternehmen verbunden, tragen das finanzielle Risiko aber nicht mehr allein. Mit dem finanziellen Polster, das Sie sich aus dem Teilverkauf schaffen, können Sie sich und Ihre Familie für den Ruhestand absichern.

 

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