Die fünf Säulen der Exit-Strategie

Mit einer guten Exit-Strategie kann der Unternehmer seine eigenen finanziellen Ziele optimieren und die Zukunft des Unternehmens sichern. Dabei geht es nicht nur um die Minimierung der Steuerlast oder den Erhalt der Unternehmenskultur. Oft genug führen unvorhergesehene Ereignisse, wie Krankheit, Scheidung oder Tod dazu, dass Betriebe vorschnell zerschlagen oder verkauft werden – zum eigenen finanziellen Nachteil und zum Nachteil der Arbeitnehmer. Wer frühzeitig an seiner Exit-Strategie arbeitet, kennt seine Optionen und kann flexibler reagieren, wenn es zu einer Planänderung kommt.

 

 Definieren Sie Ihre Ziele

Bevor Sie eine Strategie entwickeln können, müssen Sie Ihre Ziele definieren. Fragen Sie sich, was Sie für sich persönlich oder Ihre Erben erreichen möchten und wie Sie sich die Zukunft Ihres Unternehmens nach Ihrem Ausstieg vorstellen. Nur wenn Sie ein klares Ziel vor Augen haben, können Sie gemeinsam mit Ihren Partnern eine passende Strategie entwickeln. Ihre Partner für die Strategieentwicklung sind die Geschäftsleitung und gegebenenfalls wichtige Mitarbeiter sowie M&A Berater und andere Rechts- und Finanzexperten.

 

 Optimieren Sie den Wert Ihres Unternehmens

Wer den bestmöglichen Preis für sein Unternehmen erzielen möchte, braucht in seiner Exit-Strategie Taktiken zur Preisoptimierung. Hier kann ein M&A Berater helfen, der Ihre Branche und potenzielle Investoren kennt und mit den branchenüblichen Bewertungsmaßstäben vertraut ist. Ein M&A Berater kann für Ihr Unternehmen einen strategischen Käufer finden. Ein strategischer Käufer ist an Ihrem Betrieb interessiert, weil er durch die Übernahme in neue Regionen oder Produktbereiche expandiert, seinen Produktionsprozess optimieren kann oder durch den Kauf einer bekannten Marke an Prestige gewinnt. Schließen Sie jedoch auch Finanzinvestoren nicht von vornherein aus. So schaffen Sie eine Wettbewerbssituation, die sich positiv auf die Bewertung Ihres Unternehmens auswirkt.

 

 Legen Sie ein Datum für den Ausstieg fest

Es ist leichter, den Ausstieg zu planen, wenn Sie ein festes Datum im Auge haben. So wissen auch Ihre Geschäftsleitung und wichtige Mitarbeiter, die Sie in die Planung Ihrer Exit-Strategie einbeziehen wollen, woran sie sind. Das ist vor allem für die Unternehmer relevant, die sich auf den Ruhestand oder eine neue unternehmerische Herausforderung vorbereiten. Für jüngere Unternehmer ist es nicht so wichtig, bereits ein Ausstiegsdatum festzulegen. Hier ist die Exit-Strategie eine Vorsorgemaßnahme, die Ihnen hilft, bei unvorhergesehenen Ereignissen optimal zu reagieren. Wichtig ist, dass Sie Ihre Optionen kennen und regelmäßig überprüfen, wie sich der Wert Ihres Unternehmens und potenzielle Ausstiegsszenarien entwickeln.

 

 Planen Sie ausreichend Zeit ein

Je besser Sie vorausplanen desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre selbst gesteckten Ziele erreichen. Planen Sie für den Ausstieg mindestens ein Jahr ein. So bleibt Ihnen genügend Zeit, ideale Marktbedingungen abzuwarten und verschiedene Angebote zu prüfen.

 

 Bleiben Sie flexibel

Eine Exit-Strategie ist nicht in Stein gemeißelt. Die Branche und das Unternehmen entwickeln sich ständig weiter. Dadurch ändern sich auch die Möglichkeiten, die dem Geschäftsinhaber für den Ausstieg zur Verfügung stehen. Besonders bei jüngeren Unternehmern verändern sich im Laufe der Zeit auch die persönlichen und geschäftlichen Ziele. Wer eine gute Exit-Strategie hat, kennt alle Optionen, die in der jeweiligen Lebens- und Marktsituation infrage kommen, und kann deshalb auch auf unvorhergesehene Ereignisse flexibel reagieren.