Durchstarten – erfolgreiche Unternehmer setzen auf Private Equity

Wer investieren will, braucht Kapital. Die Kreditfinanzierung gestaltet sich im Mittelstand allerdings oft schwierig, nicht zuletzt, weil das Eigenkapital meistens knapp ist. Diese Finanzierungslücke wird in den letzten Jahren immer häufiger durch Private Equity Firmen ausgefüllt. Viele Familienbetriebe stehen Finanzinvestoren jedoch weiterhin skeptisch gegenüber. Private Equity Investoren haben den Ruf, nur auf kurzfristige Gewinnmaximierung aus zu sein. Das mag auf einige zutreffen, kann jedoch keineswegs für die gesamte Branche verallgemeinert werden. In diesem Newsletter zeigen wir Ihnen, wie auch mittelständische Unternehmen mit dem richtigen Private Equity Partner erfolgreich wachsen können.

Dazu beantworten wir die fünf zentralen Fragen:

  1. Warum ist Eigenkapitalfinanzierung so wichtig?
  2. Was ist Private Equity?
  3. Welche Vorteile bringt Private Equity dem Unternehmen?
  4. Für welche Unternehmen ist Private Equity interessant?
  5. Wie finden Sie den passenden Private Equity Investor?

 

Warum ist Eigenkapitalfinanzierung so wichtig?

Als Eigenkapital bezeichnet man die Mittel, die einem Unternehmer nach Abzug aller Verbindlichkeiten zur Verfügung stehen. Dazu gehören zum einen die eingezahlten Anteile, aber auch die erwirtschafteten Gewinne, die nicht ausgeschüttet wurden. Eigenkapital ist der Risikopuffer, der einen Betrieb durch schwierige Zeiten bringt. Es kostet keine Zinsen und muss nicht zu bestimmten Terminen zurückgezahlt werden. Banken gewähren einem Unternehmen nur dann Kredite, wenn ausreichend Eigenkapital vorhanden ist. Damit ist eine gute Eigenkapitalausstattung eine wichtige Voraussetzung für neue Investitionen und Wachstum.

Wie viel Eigenkapital braucht ein Unternehmen?

Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto besser. Je nach Branche sehen sich Unternehmen ganz unterschiedlichen Risiken gegenüber. Die einen haben hohe Anfangsinvestitionen, die sich erst über einen langen Zeitraum amortisieren. Die anderen müssen starke saisonale Schwankungen abfedern. Auch wenn es keine festgelegten Größen gibt, sollte nach herrschender Meinung die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Betriebsvermögens, der über Eigenkapital finanziert wird, im produzierenden Gewerbe etwa ein Drittel ausmachen. Bei jungen Technologieunternehmen sollte sogar die Hälfte der Bilanzsumme aus Eigenkapital bestehen. Eigenkapitalquoten unter 20 Prozent gelten als bedenklich.

 

Was ist Private Equity?

Private Equity ist Beteiligungskapital, das von einem Finanzinvestor zur Verfügung gestellt wird. Im Gegensatz zu Aktien ist es nicht öffentlich an der Börse notiert. Grundsätzlich kommt Private Equity für alle Arten von Unternehmen, auch für Familienbetriebe, infrage. Die Ausgestaltung, also die Mitspracherechte und andere Rechte und Pflichten, werden individuell vereinbart und richten sich vor allem danach, wie hoch die Beteiligung ist.

Wer sind Private Equity Investoren?

Private Equity Gesellschaften sind Kapitalanlagefirmen, die sich eigens auf diese Beteiligungsform spezialisiert haben. Vermögende Privatkunden und institutionelle Investoren legen bei ihnen Geld an, das anschließend in Unternehmensbeteiligungen investiert wird. Je nach Ausrichtung der Private Equity Firma können sowohl Minderheits- als auch Mehrheitsbeteiligungen finanziert werden. Unterstützt ein Private Equity Investor Unternehmensgründungen, spricht man von Venture Capital.

Welche Ziele verfolgen Private Equity Investoren?

Private Equity Firmen sind Finanzinvestoren. Ihr Hauptziel ist es, eine attraktive Rendite für ihre Anleger zu erwirtschaften. Dieses Ziel kann jedoch auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden. Manche Private Equity Investoren fokussieren sich darauf, unterbewertete Betriebe zu kaufen, umzustrukturieren und beim anschließenden Weiterverkauf vom Wertanstieg zu profitieren. Andere sehen sich als langfristiger Finanzierungspartner und erwarten eine entsprechende Gewinnausschüttung.

 

Welche Vorteile bringt Private Equity dem Unternehmen?

Ziel des Private Equity Investors ist es, den Wert des Unternehmens zu steigern. Davon profitiert auch der Gründer. Das zusätzliche Eigenkapital bringt mehr Sicherheit und Liquidität. Das Unternehmen kann investieren und dadurch Umsatz und Gewinn ankurbeln. Die höhere Eigenkapitalquote verbessert darüber hinaus die Bonität und damit die Verhandlungsposition gegenüber Banken. So eröffnen sich weitere Finanzierungsmöglichkeiten, die den Wachstumskurs des Betriebes noch verstärken.

Private Equity Investoren als Geschäftspartner

Private Equity Firmen bieten in der Regel nicht nur Kapital, sondern auch Know-how. Sie verstehen unternehmerische Prozesse und aufgrund ihrer sachlichen Perspektive fällt es ihnen leichter, Stärken und Schwächen des Betriebes zu analysieren. Während der Unternehmensgründer oft Spezialist in seinem Fachgebiet ist, kennen sich die Experten auch jenseits der Geschäftsnische im Markt aus. Besonders bei Familienbetrieben, die in Ihrer traditionellen Marktnische nur noch geringe Wachstumsaussichten haben, kann ein Private Equity Investor wertvolle Impulse für eine neue strategische Ausrichtung geben.

 

Für welche Unternehmen ist Private Equity interessant?

In der Mittelstandsfinanzierung sind die Anforderungen an die Kreditvergabe besonders hoch. Gestaltet sich die Kreditvergabe schwierig oder sind die Zinsangebote sehr hoch, ist Private Equity eine attraktive Finanzierungsalternative. Denn frisches Eigenkapital verbessert nicht nur die Liquidität, sondern auch die Bonität. Über Private Equity können Unternehmen Investitionen finanzieren, ohne Liquiditätsengpässe aufgrund hoher Zins- und Tilgungszahlungen zu riskieren.

Private Equity erleichtert Unternehmensnachfolge

Jeder Familienbetrieb steht irgendwann vor der Frage, wie es weitergehen soll, wenn der Gründer in den Ruhestand geht. Oft haben Kinder oder andere Angehörige eigene Karriereziele und keine Lust, die Firma weiterzuführen. Und Managern, die sowohl über das Interesse als auch die Kompetenz verfügen, fehlt das Geld, um die Unternehmensanteile zu erwerben. Hier kann Private Equity einen wichtigen Beitrag leisten, das Lebenswerk zu erhalten und in gute Hände zu geben. Die Möglichkeiten von Management-Buy-out und Management Buy-in im Rahmen der Unternehmensnachfolge haben wir bereits in früheren Newslettern vorgestellt.

Mit Private Equity aus der Krise

Für Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist Private Equity manchmal die einzige Rettung. Finanzinvestoren, die sich auf die Sanierung spezialisiert haben, verhindern durch frisches Eigenkapital die Insolvenz und helfen mit ihrer Expertise bei der strategischen Neuausrichtung.

 

Wie finden Sie den passenden Private Equity Investor?

So wie kein Unternehmen dem anderen gleicht, so unterscheiden sich auch die Investmentansätze der Private Equity Firmen voneinander. Ein Unternehmer, der auf der Suche nach einem Private Equity Investor ist, sollte deshalb zunächst selbst die Stärken und Schwächen seines Betriebes analysieren und Ziele definieren, die mit einem Private Equity Investor erreicht werden sollen. Wollen Sie das Unternehmen im Rahmen eines MBO kaufen und langfristig alle Firmenanteile erwerben? Oder wollen Sie expandieren und streben eine Börsennotierung an? Es ist wichtig, dass Sie einen Finanzinvestor finden, der die gleichen Ziele verfolgt wie Sie. Investmentbanken wie Pallas Capital verfügen über ein umfangreiches Netzwerk und helfen Ihnen dabei, den richtigen Partner zu finden. Zusätzlich unterstützen wir Sie bei:

  • der Analyse, ob Private Equity die passende Finanzierungsform ist
  • bei der Erarbeitung einer optimalen Finanzierungsstruktur
  • der professionellen Aufbereitung von Präsentationen, Beteiligungsunterlagen und Verträgen
  • rechtlichen und steuerlichen Fragen
  • der Strukturierung bestmöglicher Rahmenbedingungen und der Verhandlung
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