Zehn Fragen, die Sie sich vor einem Unternehmensverkauf stellen sollten

Unternehmensverkauf

Der Verkauf eines Unternehmens ist keine Entscheidung, die man aus einer Laune heraus trifft. Schließlich wollen Sie die Zukunft Ihres Unternehmens nach Ihrem Ausstieg sichern. Und sicherlich haben Sie auch persönliche Ziele, sei es der Ruhestand oder ein neues unternehmerisches Projekt, die Sie erreichen wollen. Wir haben zehn Fragen zusammengestellt, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie mit der Planung des Unternehmensverkaufs beginnen.

1. Ist mein Unternehmen auf einen Verkauf vorbereitet?

Potenzielle Käufer schauen sich die Jahresabschlüsse der letzten zwei bis drei Jahre an. Stellen Sie sicher, dass Ihre Finanzunterlagen vollständig und akkurat sind. Je profitabler Ihr Unternehmen ist, desto höher der Verkaufspreis. Wenn Ihr Betrieb also vor Kurzem durch eine Krise gegangen ist, lohnt es sich gegebenenfalls zu warten, bis der Aufschwung in den Finanzbüchern sichtbar ist.

2. Wie wird ein Käufer mein Unternehmen bewerten?

Bei Familienunternehmen verschwimmt die Grenze zwischen unternehmerischen und privaten Aktivitäten gelegentlich. Dass Ausgaben für den Firmenwagen oder für Mitgliedschaften in gesellschaftlichen Vereinen den Gewinn reduzieren, mag steuerlich vorteilhaft sein. Aber gleichzeitig schmälern sie die Bewertungsgrundlage für Ihr Unternehmen.

3. Wer hilft mir bei einem Unternehmensverkauf?

Ein potenzieller Käufer, besonders, wenn er ein Finanzinvestor ist, hat ein professionelles Team, das ihm bei der Verhandlung und Abwicklung hilft. Wenn Sie den bestmöglichen Preis für Ihr Unternehmen erzielen wollen, sollten Sie sich ebenfalls Experten, wie beispielsweise einen M&A Berater, suchen, die Ihnen während des Verkaufs zur Seite stehen.

4. Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Verkauf?

Viele Unternehmer kommen erst dann auf die Idee zu verkaufen, wenn der Betrieb schlechter läuft. Für einen maximalen Verkaufserlös sollten Sie aussteigen, wenn das Unternehmen sowohl finanziell als auch strategisch auf dem Höhepunkt steht. Deshalb sollten schon junge Unternehmer frühzeitig mit der Planung der Exit-Strategie beginnen, um den besten Zeitpunkt nicht zu verpassen.

5. Wie sind die Marktbedingungen?

Schauen Sie sich an, wie der Markt für Unternehmensverkäufe in Ihrer Branche aussieht. Stehen gerade viele ähnliche Betriebe zum Verkauf oder sind die Zukunftsaussichten in Ihrer Marktnische schlecht, drückt das den Preis, den Sie erzielen können. Dann ist es besser abzuwarten, bis sich die Nachfrage wieder erholt.

6. Bin ich den Herausforderungen der Zukunft gewachsen?

Diese Frage steht in engem Zusammenhang mit dem richtigen Zeitpunkt. Erfolgreiche Unternehmen müssen eine Vorreiterrolle übernehmen, wenn es um technischen Fortschritt oder die Anpassung an weltweite Marktentwicklungen geht. Für Ihre Strategieplanung müssen Sie drei bis vier Jahre vorausschauen. Wenn Sie das Gefühl haben, Sie können nicht mehr Schritt halten, ist es Zeit zu verkaufen – bevor Sie von Ihren Wettbewerbern überholt werden. Durch die Übergabe der Geschäftsleitung an die nächste Generation sichern Sie gleichzeitig auch die Zukunft Ihres Lebenswerks.

7. Floriert Ihr Unternehmen auch ohne Sie oder Ihren wichtigsten Kunden?

Kaufinteressenten sehen es nicht gern, wenn der Betrieb zu sehr vom Eigentümer abhängt. Das Geschäft muss auch weiterlaufen, wenn der Chef Urlaub macht. Genauso problematisch ist es, wenn die Einnahmen von einem oder zwei Großkunden abhängen. Für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung sollte kein Kunde mehr als fünf Prozent zum Geschäftserfolg beitragen.

8. Würde ich auf Wunsch des Käufers länger im Unternehmen bleiben?

Um die Übernahme zu erleichtern, sehen es manche Käufer gern, wenn der Alteigentümer noch für weitere sechs Monate als Berater im Unternehmen bleibt. Sofern sich das mit Ihren persönlichen Zielen vereinbaren lässt, kann das eine attraktive Option sein. Denn es steigert den Wert Ihrer Firma, weil dadurch die Übernahmerisiken für den Käufer sinken.

9. Gibt es Risiken, die einem Verkauf im Wege stehen?

Juristische Klagen, ungeklärte Rechte an geistigem Eigentum oder Probleme mit der Buchhaltung sind für viele Investoren K.-o.-Kriterien. Lösen Sie solche Konflikte, bevor Sie über einen Unternehmensverkauf nachdenken.

10. Gibt es andere Alternativen als einen direkten Verkauf?

Vielleicht ist ein direkter Verkauf gar nicht die beste Lösung für Sie. Wenn Sie nur einen Teil Ihrer Investition aus dem Unternehmen herausziehen möchten, könnten Sie beispielsweise Anteile an einen Private Equity Fund verkaufen. Eine Investmentbank hilft Ihnen, verschiedene Optionen abzuwägen und die passende umzusetzen.


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