Fünf Tipps für eine professionelle internationale Webpräsenz

Immer mehr kleine und mittlere Betriebe suchen nach neuen Absatzmöglichkeiten jenseits der eigenen Landesgrenzen – und das nicht nur innerhalb Europas. Groß sind die Chancen für die eigene Geschäftsentwicklung, aber auch die Gefahren, in ein Fettnäpfchen zu treten. Damit Sie sich in ihrem Zielland nicht blamieren oder dort gar mit dem Gesetz in Konflikt geraten, sollten Sie Ihren Internetauftritt sorgfältig planen.

Dank moderner Informationstechnologie und Social Media ist es denkbar einfach geworden, mit Menschen aus aller Welt in Kontakt zu treten. Wenn Sie jedoch als Unternehmen im Ausland eine gute Figur machen wollen, um dort erfolgreich Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen, benötigen Sie eine professionelle Website, die die kulturellen Besonderheiten Ihres Zielmarktes berücksichtigt. Beachten Sie dafür die folgenden fünf Aspekte:

1. Sprache

Wenn Sie die Sprache Ihres Ziellandes nicht zufällig als Muttersprache sprechen, sollten Sie einen professionellen Übersetzer mit der Texterstellung beauftragen. Alle Sprachen haben ihre sprachlichen Kniffe und Fallstricke. Hinzu kommt, dass Sie für die Suchmaschinenoptimierung verstehen müssen, mit welchen Begriffen Kunden dort nach Ihren Produkten suchen. Wichtig ist auch, dass Sie bei der Festlegung der Sprache genau sind. Es macht nämlich einen Unterschied, ob Sie Ihre Texte in amerikanischem oder britischem Englisch, brasilianischem oder ursprünglichem Portugiesisch verfassen.

 

2. Rechtliches

Holen Sie sich juristischen Rat für die Ausarbeitung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Impressumsangaben, Widerrufsbelehrungen und andere rechtliche Anforderungen.

 

3. Design

Nicht nur die Sprache unterscheidet uns von anderen Kulturen, auch die Art, wie Informationen aufgenommen werden. Entsprechend der unterschiedlichen Seh- und Lesegewohnheiten sind europäische und amerikanische Websites nach klaren Prioritäten strukturiert und enthalten meist direkte Call-to-Action-Elemente. Asiatische Internetseiten hingegen präsentieren eine große Anzahl von Informationen gleichwertig, was sie vor dem europäischen Auge unübersichtlich erscheinen lässt. Die direkte Kundenansprache nach europäischem Muster wird als aggressiv empfunden. Neben der Struktur und Inhaltstiefe sollten auch Bildmaterial sowie Farbgestaltung auf die jeweilige Kultur abgestimmt werden.

 

4. Technik

Dass Ihre Internetseite auch Smartphone-tauglich ist, sollte heutzutage selbstverständlich sein. Sie sollten aber auch sicherstellen, dass Ihre Website nicht nur auf Chrome, Safari und Firefox gut aussieht. Recherchieren Sie, welche Browser in Ihrem Zielland eingesetzt werden. Das gleiche gilt für die Suchmaschinenoptimierung. Nicht überall ist Google allmächtig. In China verzeichnet Baidu die meisten Suchanfragen, und in Russland kommen Sie an Yandex nicht vorbei. Ein weiterer wichtiger Baustein für Ihr Marketing ist die Wahl der richtigen Zahlungsmethoden, denn auch hier weicht das Kundenverhalten von Land zu Land ab.

 

5. Netzwerk

Eine Geschäftsregel ist auf alle Märkte übertragbar: Ohne Kontakte geht gar nichts. Was sich unterscheidet, sind Verhaltensformen, und mit diesen sollten Sie sich vertraut machen, bevor Sie Ihre Marketingkampagne starten. Finden Sie heraus, welche Ansprechpartner Ihrer Geschäftsidee zum Erfolg verhelfen können. Und nutzen Sie auch Social Media. Dabei sollten Sie sich nicht nur auf Facebook und Twitter beschränken. In manchen Ländern sind die amerikanischen Social-Media-Giganten zensiert oder sogar ganz gesperrt. Bringen Sie in Erfahrung, welche Kanäle in Ihrem Zielland dominieren und nutzen Sie sie.

1 Antwort
  1. Michael Hauke
    Michael Hauke says:

    Wichtig, dass Online Marketing bzw. Suchmaschinenmarketing als Prozess verstanden werden muss. Das vermisse ich leider bei einigen Unternehmen.

    Antworten

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