Warum sich Erbsenzählen lohnt: Preismaximierung durch Kostenmanagement

Wer sein Unternehmen verkauft, möchte dafür den höchstmöglichen Preis erzielen. Immerhin stecken viele Jahre Lebensarbeit in dem Betrieb und oft ist der Verkaufserlös ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge. Lesen Sie hier, mit welchen Maßnahmen Sie den Unternehmenswert ihrer Firma steigern können.

Was macht Ihre Firma wertvoll? Sind es die Kunden und der Marktanteil? Ihre Innovationsstärke oder die Fähigkeit, Produkte besonders schnell oder günstig zu produzieren? All diese Punkte können Gründe dafür sein, warum sich ein Investor für Ihr Unternehmen interessiert. Aber ob er sich am Ende tatsächlich für einen Kauf entscheidet und wieviel er bereit ist zu zahlen, hängt vor allem von einem Faktor ab – Profitabilität.

 

Wie Profitabilität den Kaufpreis beeinflusst

Um im Rahmen eines Unternehmenskaufs einen fairen Wert zu ermitteln, schauen sich Analysten deshalb die Finanzunterlagen der letzten drei bis fünf Jahre an. Der Kaufpreis, der im Rahmen dieser Due Diligence ermittelt wird, basiert in der Regel auf dem Ertragswertverfahren. Dafür werden Einnahmen und Ausgaben in die Zukunft fortgeschrieben und mit einem Risikofaktor abgezinst. Je profitabler das Unternehmen heute ist, desto höher ist also sein Wert. Ein vorausschauender Verkäufer beginnt deshalb schon einige Jahre vor dem geplanten Verkauf, mit gezielten Maßnahmen den Umsatz zu steigern und die Stückkosten zu senken.

 

Die größten Chancen liegen meist im Gesamtkostenmanagement

Was jedoch meist übersehen wird, ist, wie viel Einsparpotenzial in den Gemeinschaftskosten steckt, vor allem in den vielen kleinen Dingen wie Telefonkosten und Büromaterial. Wer hier von Anfang an die Kostenkontrolle behält und regelmäßig die Angebote verschiedener Serviceanbieter vergleicht, für den bleibt am Ende jedes Monats mehr übrig. Die niedrigeren Gesamtausgaben steigern selbstverständlich auch den Verkaufserlös, und das nicht nur aufgrund des höheren Ertrages. Ein effizientes Management kann auch zu einer Reduzierung des Risikoaufschlags führen. Hier liegt sogar die größte Chance eines proaktiven Kostenmanagements, denn schon kleinste Veränderungen im Abzinsungsfaktor haben eine große Wirkung auf den Unternehmenswert.

 

Aber wo beginnen?

Welche die größten Kostentreiber sind, ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Möglicherweise lohnt es sich, einen externen Berater mit einer Analyse zu beauftragen. In jedem Fall sollten Sie die folgenden Bereiche unter die Lupe nehmen:

  • Fahrzeugflotte
  • Energieversorgung
  • Informations- und Kommunikationstechnologie
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