Was macht eine Unternehmensstrategie erfolgreich?

Florian Koschat - Maybach

Die meisten mittelständischen Unternehmer sind praktisch veranlagt. Sie packen lieber selber mit zu, als in polierten Geschäftsräumen über Visionen und Strategien zu philosophieren. Wer jedoch langfristig erfolgreich sein will, muss strategisch planen. Eine solide Unternehmensstrategie hilft Ihnen, die Potenziale Ihrer Firma voll auszuschöpfen und auf Veränderungen der Marktbedingungen konstruktiv zu reagieren. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was eine erfolgreiche Strategie ausmacht.

Sie ist zielorientiert.

Bevor Sie eine Strategie entwickeln können, müssen Sie wissen, was Sie erreichen wollen. Um es mit einem Bild auszudrücken: Wenn das Ziel ist, den Gipfel eines Berges zu erklimmen, dann ist die Strategie der Weg dorthin. Wer sein Ziel nicht kennt, kann auch nicht den richtigen Weg einschlagen. Überlegen Sie sich also, wo Ihr Unternehmen in fünf oder zehn Jahren stehen soll. Wie hoch sollen Umsatz und Gewinn sein? Wie viele Kunden wollen Sie akquirieren? Wollen Sie Ihren Marktanteil in Ihrem bestehenden Geschäftsfeld vergrößern oder eher in neue Geschäftsbereiche diversifizieren? Formulieren Sie Ihre Ziele in messbaren Größen, und achten Sie darauf, dass sie realistisch sind.

Sie baut auf den Stärken des Unternehmens auf.

Wenn das Ziel feststeht, überlegen Sie sich, wie Sie es am besten erreichen können. Am erfolgversprechendsten ist eine Strategie, wenn Sie auf bereits vorhandene Stärken aufbaut. Eine Preisstrategie funktioniert nur, wenn Sie dauerhaft günstig produzieren können. Und wer Innovationsführer sein will, sollte in seinem Unternehmen die klügsten Köpfe der Branche beschäftigen. Selbstverständlich können Sie auch neue Stärken aufbauen. Wichtig ist jedoch, dass die Strategie zum Unternehmen passt. Andernfalls wäre sie zum Scheitern verurteilt.

Sie bezieht die Mitarbeiter ein.

Da Ihre Mitarbeiter die Maßnahmen, die sich aus der Strategie ableiten, mittragen müssen, sollte die strategische Ausrichtung keine einsame Entscheidung der Geschäftsleitung sein. Beraten Sie sich mit den Managern aller Bereiche oder auch einigen langjährigen, vertrauten Mitarbeitern. Diese wissen oft besser, wo Abläufe gut funktionieren, wo mehr ginge oder wo mögliche Engpässe lauern. Eine gemeinsam entwickelte Strategie wird eher akzeptiert als eine „von oben verordnete“.

Sie kann in wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht werden.

Eine gute Strategie kann jeder, vom Management bis zum Mitarbeiter, verstehen. Sie legt konkret dar, wie das Unternehmen seine Ziele erreichen will. Dafür brauchen Sie kein mehrseitiges Strategiepapier. Im Gegenteil – je kürzer und prägnanter, desto besser.

Sie braucht Zeit.

Eine Strategie ist langfristig angelegt. Kommt Ihr Unternehmen kurzfristig vom Kurs ab, fangen Sie nicht gleich an, alles über den Haufen zu werfen. Analysieren Sie zuerst die Ursachen für die Entwicklung. Solange Sie davon überzeugt sind, dass die Strategie weiterhin zu Ihrem Unternehmensprofil und den Marktbedingungen passt, halten Sie konsequent daran fest. Sie machen sich und Ihre Produkte nicht glaubwürdiger, wenn Sie plötzlich von der Strategie der Qualitätsführerschaft auf eine aggressive Preisstrategie umstellen oder umgekehrt. Manchmal braucht eine gute Strategie Zeit, bis sie sich auszahlt.