Wie Sie Ihren Unternehmenswert steigern können

Kluge Unternehmer wissen, wenn sie ihre Produkte und ihren Betrieb nicht ständig verbessern, gefährden sie langfristig ihre Existenz. Das gilt nicht nur für technischen Fortschritt, sondern auch für den Unternehmenswert als Ganzes. Als Inhaber und Geschäftsführer stecken Sie viel Geld und Ihre ganze Energie in dieses Projekt. Und Sie wollen, dass sich das auszahlt, wenn Sie in den Ruhestand gehen. In diesem Newsletter zeigen wir Ihnen, wie Sie gezielt Ihren Unternehmenswert steigern können. Dafür beantworten wir die folgenden Fragen:

Dafür beantworten wir die folgenden Fragen:

  1. Welche betrieblichen Faktoren bestimmen den Unternehmenswert?
  2. Wie lässt sich der Umsatz steigern?
  3. Welche Maßnahmen führen zu einer Erhöhung der Profitabilität?
  4. Was bringt Innovationsmanagement?
  5. Wie lassen sich Risiken reduzieren?

1. Welche betrieblichen Faktoren bestimmen den Unternehmenswert?

Wie wir Ihnen bereits in unserem Newsletter „Die Preisfrage: So werden Unternehmen bewertet“ gezeigt haben, ist der Unternehmenswert keine festgelegte Größe. Es gibt verschiedene Methoden, den Preis zu ermitteln, und meistens kommen alle bei Verkaufsverhandlungen zum Einsatz, um die wichtigsten Aspekte für die Bewertung zu berücksichtigen.

Warum sich Investitionen lohnen

Besonders intuitiv ist für die meisten das Substanzwertverfahren. Hier ergibt sich der Wert des Unternehmens aus der Qualität der Vermögensgegenstände. Ein Betrieb, der seinen Maschinenpark regelmäßig erneuert, ist demnach nicht nur produktiver, sondern auch mehr wert als einer, der nie in neue Anlagen investiert. Das gilt übrigens nicht nur für Maschinen. Besonders Patente und Lizenzen können den Preis bei einem Unternehmensverkauf erheblich steigern.

 

Wie Ertragskraft und Risikoprofil den Wert beeinflussen

Für einen Unternehmenskäufer spielt jedoch vor allem eine Rolle, wieviel er durch die Firmenakquisition in Zukunft verdienen kann. Deshalb schaut er sich die Entwicklung von Umsätzen und Erträgen an. Selbstverständlich weiß niemand, wie die Zukunft aussieht. Deshalb wird im Rahmen der Unternehmensbewertung eine umfassende Risikoanalyse durchgeführt. Wie solide oder riskant das Geschäftsmodell eingeschätzt wird, spiegelt sich beim Ertragswertverfahren im Abzinsungsfaktor und beim Marktwertverfahren im Multiplikator wieder und hat einen immensen Einfluss auf die Wertermittlung.

 

2. Wie lässt sich der Umsatz steigern?

Die wichtigste Basis für den dauerhaften Unternehmenserfolg ist die Umsatzentwicklung. Um Ihren Fortbestand zu sichern, müssen Sie Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die am Markt nachgefragt werden. Die Bedürfnisse Ihrer Abnehmer, aber auch die Marktverhältnisse ändern sich im Laufe der Zeit. Deshalb müssen Sie als Geschäftsführer regelmäßig Ihre strategische Ausrichtung überprüfen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Produktpalette ständig erneuert wird. Versuchen Sie, Ihre Marktanteile in den attraktivsten Bereichen auszubauen und ziehen Sie sich aus schrumpfenden Märkten zurück. Hierbei hilft Ihnen die Portfolioanalyse, die wir Ihnen im letzten Newsletter als eine von mehreren Methoden zur Analyse der Unternehmensstrategie vorgestellt haben.

Wachstum kann organisch erfolgen oder durch Kauf einer anderen Firma

Wollen Sie Ihre Marktpräsenz aus eigener Kraft ausbauen, kann es Jahre dauern, bis sich diese Investition auszahlt. Die schnellste Art, den Marktanteil in einem bestehenden Markt zu erhöhen oder sich Zugang zu einem neuen Markt zu verschaffen, ist der Kauf eines anderen Unternehmens, das bereits im Zielmarkt tätig ist. Bei einer Firmenakquisition erwerben Sie sowohl Kundenbeziehungen als auch Vertriebskanäle, die sie sofort nutzen können. Das bedeutet nicht, dass der Kauf eines anderen Unternehmens immer die bevorzugte Lösung ist. Welche Wachstumsstrategie am besten zu Ihrer Firma passt, müssen Sie von Fall zu Fall abwägen.

 

3. Welche Maßnahmen führen zu einer Erhöhung der Profitabilität?

An der Börse gibt es immer wieder mal Phasen, in denen Wachstumspotenziale sehr viel höher bewertet werden als Ertragskraft. Aber wenn dem Umsatzwachstum nach einer gewissen Anlaufphase keine steigenden Erträge folgen, fällt der Marktwert sehr schnell in sich zusammen – ein Effekt, der beim Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 besonders deutlich geworden ist. Deshalb sollten Unternehmer nicht unterschätzen, wie wichtig Ertragskraft für eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ist.


Ertragsschwache Bereiche schließen, Kosten reduzieren

Die Gesamtprofitabilität lässt sich steigern, indem Sie sich gezielt auf die Geschäftsbereiche konzentrieren, die hohe Deckungsbeiträge liefern, und Geschäftsbereiche, die kaum Gewinne einfahren oder gar verlustträchtig sind, schließen oder verkaufen. Eine mindestens ebenso wichtige Rolle für die Profitabilität spielt die Kostenstruktur. Moderne Maschinen und Anlagen helfen Ihnen beispielsweise, effizienter zu produzieren. Betrachten Sie aber nicht nur die Stückkosten. Oft sind es die Fixkosten, die den Gewinn am meisten schmälern. Hier kann Ihnen eine der folgenden Maßnahmen helfen:

  • Standortverlagerung: Kosteneinsparungen können sich unter anderem aus besseren Mietkonditionen, geringeren Betriebskosten oder auch niedrigeren Transportkosten ergeben.
  • Outsourcing: Verkaufen Sie einen einzelnen Geschäftsbereich an eine Drittfirma, die diese Leistung kostengünstiger erbringen kann als Sie.
  • Akquisition eines anderen Unternehmens: Durch Synergieeffekte können Fixkosten in Relation zum Umsatz reduziert werden.

 

4. Was bringt Innovationsmanagement?

Innovationen können den Unternehmenswert auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Innovative Produkte sind häufig von einem rasanten Umsatzwachstum und hohen Deckungsbeiträgen gekennzeichnet. Innovationsführer werden deshalb in der Regel höher bewertet als Trittbrettfahrer. Besonders wertvoll sind Innovationen, wenn sie durch Patente oder Lizenzen geschützt werden, denn diese erhöhen als immaterielle Vermögensgegenstände direkt das Anlagevermögen. Auf der anderen Seite helfen Prozessinnovationen dabei, Produkte kostengünstiger zu erzeugen und dadurch den Gewinn und den Unternehmenswert zu erhöhen. Wer Innovationsführerschaft anstrebt, darf sich nicht nur auf seine persönlichen Geistesblitze verlassen. Fördern Sie Kreativität und eine offene Kommunikationskultur in Ihrem Unternehmen, bei der niemand Angst haben muss, neue Ideen zu äußern.

So schaffen Sie in Ihrem Unternehmen eine Innovationskultur:

  • Richten Sie Prämiensysteme für Verbesserungsvorschläge von Arbeitnehmern ein.
  • Gehen Sie auf Kundenwünsche ein. Oft sind es Alltagsprobleme, die Innovationen auslösen.
  • Fördern Sie eine abteilungsübergreifende Kommunikation. Innovationen erfordern Teamarbeit, von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung über die Produktion bis zum Vertrieb.
  • Identifizieren Sie Meinungsführer in Ihrem Markt und beziehen Sie sie so früh wie möglich in Testphasen ein. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Produkte nicht an Marktbedürfnissen vorbeientwickeln.

5. Wie lassen sich Risiken reduzieren?

Risiken treten in Unternehmen in unterschiedlichster Form auf. Es gibt zum Beispiel wirtschaftliche Risiken, wie ein Rückgang der Nachfrage, oder technische Risiken, wie der Ausfall einer Maschine. Auch rechtliche Risiken sind in ihrem Ausmaß nicht zu unterschätzen. Als Geschäftsführer ist es Ihre Aufgabe, alle potenziellen Risiken zu kennen, um entsprechend vorzusorgen. Zwei Risikoarten, die in vielen Branchen anzutreffen sind, und die Sie selbst durch gezielte Maßnahmen reduzieren können, sind:

1. Wie Sie Ihren Unternehmenswert steigern können

Je kleiner Ihr Kundenstamm ist, desto stärker sind Sie davon betroffen, wenn ein einzelner Kunde ausfällt. Ähnlich wirkt sich die Konzentration auf einzelne Märkte aus. Das zeigt momentan die wirtschaftliche Abkühlung Chinas und Ihre Auswirkung auf manche Unternehmensergebnisse. Versuchen Sie, Ihre Kundenbasis zu verbreitern, indem Sie in neue Produkte diversifizieren oder neue Vertriebskanäle einrichten. Auch auf der Lieferantenseite gilt es, Konzentrationsrisiken zu vermeiden. Einerseits kann der Ausfall eines Hauptlieferanten bei Ihnen zu Produktionsverzögerungen führen, andererseits haben Sie weniger Preisverhandlungsspielräume, wenn Sie keine Alternativen haben.

 

2. Liquiditätsrisiken

Je länger und kapitalintensiver Ihr eigener Wertschöpfungsprozess ist, desto wichtiger ist ein effektives Liquiditätsmanagement. Eine Möglichkeit, Liquidität freizusetzen, ist die Reduzierung von Lagerzeiten. Eine andere ist die Verkürzung von Zahlungsfristen und die Einrichtung eines effektiven Forderungsmanagements, um Zahlungsverspätungen und –ausfälle zu minimieren. Auch Factoring kann helfen, Ihre Liquiditätssituation zu verbessern und dadurch Ihren Unternehmenswert in den Augen eines potenziellen Verkäufers zu steigern.